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15 Irrtümer in der Partnerschaft, die zu Partnerschaftsproblemen führen können

© Autorin: Dr. Doris Wolf, Psychotherapeutin

Unsere Erwartungen und Vorstellungen von einer Partnerschaft können diese fördern oder gefährden, ja sogar ruinieren.

Im Folgenden finden Sie die 15 häufigsten Irrtümer, die zu Partnerschaftsproblemen führen und an denen viele Partnerschaften zugrunde gehen.

1. Je ähnlicher man sich ist, umso besser für die Beziehung.

Der Wunsch, der sich hinter diesem Irrglauben verbirgt, ist, dass wir glauben, Ähnlichkeit führe dazu, dass der andere immer weiß, was man möchte, weil er ja genauso "tickt".

Selbst wenn er uns ähnlich ist, ist es jedoch äußerst fraglich, dass wir unsere Wünsche erfüllt bekommen, denn was tun wir, wenn beide auf einmal den Wunsch haben, umsorgt oder getröstet zu werden?

Sowohl zu große Ähnlichkeit als auch zu große Unterschiedlichkeit führen zu Partnerschaftsproblemen und zum Absterben der Partnerschaft. Wenn wir uns zu ähnlich sind, dann wird der andere sehr schnell langweilig.

Wir empfangen keine neuen Impulse mehr. Wir können nicht stolz auf ihn sein.

Was wir an uns verachten, werden wir auch an ihm nicht mögen. Die Beziehung kommt in ein Stadium von Gleichmaß.

Ja vielleicht inszenieren wir sogar einen Streit, um unsere Gefühle dem anderen gegenüber wieder zu verspüren.

Ziemlich öde verspricht es zu werden, wenn beide Partner große Schweiger sind, ziemlich anstrengend, wenn beide gerne die Macher sein wollen.

Sind die Unterschiede sehr groß, dann mag das am Anfang noch spannend sein, später nerven die Unterschiede nur noch.

Ist der eine z.B. sehr pingelig und übergenau, während der andere einen Hang zum kreativen Chaos hat, dann sind Konflikte vorprogrammiert.

Zu glauben, die Liebe halte solche zwei unterschiedliche Menschen zusammen, ist ein Irrtum. Mit der häufigste Grund, warum Paare sich trennen, ist, weil die Unterschiede zu groß sind.

Ich denke, wir sollten uns in wesentlichen Fragen wie etwa Lebenszielen und Wertmaßstäben (Religion, Politik, Ethik) ähnlich sein, aber uns auch den Freiraum lassen, dass wir uns in einigen Punkten ergänzen.

Kritische Punkte sind Fragen der Kindererziehung und Fragen zur Freizeitgestaltung. In diesen sollte Ähnlichkeit bestehen.

2. Je länger man zusammen ist, umso besser kennt man sich auch.

Man glaubt lediglich, sich zu kennen, je länger man zusammen ist. Man tauscht sich weniger ist, nimmt sich weniger Zeit für einander schenkt sich weniger Interesse.

Die Gefahr ist deshalb, dass man wesentliche Entwicklungen und Veränderungen beim anderen verpasst.

Man vertut seine Zeit mit Alltagspflichten und nimmt den Partner als Bestandteild es Alltags, über den man nicht mehr nachdenken muß.

Man sieht vielleicht auch nur noch die Schwächen des Partners und hackt auf diesen herum.

Man sollte deshalb immer einmal wieder eine "Auszeit" vom Alltag nehmen und mit seinem Partner alleine in Urlaub fahren oder auch einmal wöchentlich gemeinsam sich aussprechen, kuscheln oder spazierengehen.

Natürlich sollte man mit ihm auch über berufliche Sorgen und das, was ihn beschäftigt sprechen.

3. Wenn mir am Anfang unserer Beziehung einige seiner Eigenschaften auf die Nerven gehen: Ich werde ihn schon ändern.

Mit der Idee, den Partner umkrempeln zu können, eine Partnerschaft anzufangen, ist eine schwere Hypothek und ein großes Risiko. Jeder glaubt von sich, so in Ordnung zu sein, wie er ist, oder sich nicht ändern zu können.

Spüren wir, dass der Partner uns ändern will und uns so nicht liebt, wie wir sind, gehen wir in den Widerstand. Wir wollen mit Haut und Haar geliebt werden und nicht nur auszugsweise.

Gewöhnlich ist es so, dass wir uns eher noch erlauben, im Laufe der Partnerschaft mehr Schwächen zu zeigen, als Fehler aufzugeben.

Besser ist es, wenn wir uns einen Partner wählen, der uns unsere wichtigsten Bedürfnisse erfüllt.

Mit den Punkten, die er nicht erfüllt, sollten wir uns vorstellen, leben zu können. Es darf also kein absolutes MUSS dahinterstehen, dass er sich ändert. Es wäre lediglich schön, wenn ...

4. Streit schwächt die Liebe.

Dahinter steckt die Illusion, dass es eine Partnerschaft ohne Konflikt und Streit geben kann.

Dies ist jedoch eher verdächtig, denn Partner haben eine unterschiedliche Lebensgeschichte, unterschiedliche Bedürfnisse zu unterschiedlichen Zeiten, usw.

Wenn es in einer Partnerschaft keine Konflikte gibt, dann steckt einer zurück oder beide haben schon innerlich gekündigt.

Streit kann die Partnerschaft beleben. Die Versöhnung ist wunderschön, beide machen ihren Standpunkt deutlich und erlauben sich eigene Meinungen. Streit ist ohnehin nicht gleich Streit.

Nur Streit, der unter die Gürtellinie geht, bei dem man den Partner stark verletzt und angreift, stark verallgemeinert, mit unfairen Mitteln kämpft, ist schädlich.

Wichtig ist das gegenseitige Verzeihen und Versöhnen nach dem Streit. Gut sind hierfür Rituale, wie man sich wieder versöhnt oder auch wie man einen Streit unterbricht, bevor er eskaliert.

5. Partner sollten keine Geheimnisse voreinander haben.

Dies geht erstens nicht und zweitens ist dies auch nicht sinnvoll. Gelegentliche Rachephantasien, aber auch erotische Phantasien oder schöne Erinnerungen an den Ex verletzen mehr, als sie gut tun.

Wichtig ist, das zu erzählen, was den anderen unmittelbar betrifft und was er vielleicht auch wissen muß, um sich zu ändern.

6. Je mehr man verliebt ist, und je besser es am Anfang im Bett klappt, desto besser wird später die Partnerschaft.

In den meisten Partnerschaften klappt der Sex in der Verliebtheitsphase. Wir haben Sehnsucht nach dem Partner, fühlen uns geliebt, machen uns erotische Phantasien, rufen uns schöne Erfahrungen immer wieder in Erinnerung.

Die Verliebtheitsphase ist gekennzeichnet dadurch, dass wir den Partner idealisieren. Positives heben wir hervor, Negatives verdrängen wir.

Die Verliebtheit verliert sich nach ca. 3 Monaten, es kommt zur Ernüchterung. Wir entdecken seine Schwächen und Probleme, er bemüht sich weniger stark um uns.

Entscheidend für das Gelingen einer Partnerschaft ist, wie stark es uns gelingt, das Positive zu erhalten und mit den Schwächen zu leben. Auch hier ist es gut, Rituale zu entwickeln, um die Liebe zu pflegen.

Man sollte sich auch klarmachen, dass es ganz normal ist, sich ab und zu über den Partner zu ärgern und nicht gut auf ihn zu sprechen zu sein.

Vertrauen und das Gefühl von Aufgehobensein können nur wachsen, wenn man den Partner nicht mehr idealisiert.

Man kann insgesamt sagen, dass die Stärke der intensiven Verliebtheit nichts mit einer stabilen Beziehung zu tun hat und schon gar nicht hilft sie, Partnerschaftsprobleme zu vermeiden.

7. Erst wenn man den perfekten Partner gefunden hat, sollte man zusammenbleiben.

Hinter dieser Idee versteckt sich der Wunsch nach absoluter Gewißheit und Sicherheit. Perfekt bedeutet, dass er sich genau nach unseren Vorstellungen verhält.

Perfekte Partner gibt es nicht. Und selbst wenn wir einen finden würden, müßte der sich immer nach unseren Bedürfnissen verändern, um "perfekt" zu bleiben.

Besser ist es, nach einem Partner zu suchen, der uns die wichtigsten Bedürfnisse erfüllt. Gut ist es, eine Liste zu erstellen: Wie sieht der ideale Partner aus? Worauf bin ich bereit zu verzichten? Was brauche ich unbedingt?

Es gibt vieles an Qualitäten, was uns Freunde auch ersetzen können bzw. was man sich selbst erfüllen kann.

Die Suche hat noch einen entscheidenden Nachteil: Haben wir erst mal den perfekten Partner, haben wir meist Angst, ihn zu verlieren.

Eifersucht und Ängste sind dann vorprogrammiert.

8. In einer guten Partnerschaft kann man sich richtig gehen lassen

Gut ist es, wenn man in einer Partnerschaft sich so geben kann, wie man wirklich ist, und sich nicht verstellen muss.

Aber richtig gehen lassen, bedeutet auch, sich vernachlässigen und rücksichtslos sein. Sobald es auch den Partner mitbetrifft und es ihn stört, sollten wir uns und ihm zuliebe etwas mehr Einsatz bringen.

Gelegentliches Hängenlassen ist sicher okay. Als chronischer Zustand tun wir uns selbst keinen Gefallen, denn wir fühlen uns dann auch energielos und aus dem Lot.

9. Mein Partner macht mich (un)glücklich.

Wir leben wie auf einer Wippe. Wenn der Partner sich "wohl" verhält, dann schweben wir, wenn er sich nicht nach unseren Vorstellungen fällt, fallen wir in ein Loch.

Wir fühlen uns als Spielball unseres Partners. Ihm geben wir die Macht über unsere Gefühle. Und das Schlimme dabei ist, wir können uns selbst nicht aus dem Stimmungstief helfen, wenn er es nicht tut.

In Wirklichkeit geben wir dem Partner die Macht über uns. Wir haben Erwartungen an ihn, wir glauben, nur durch ihn glücklich zu sein.

Indem wir unsere Einstellungen und Erwartungen verändern, können wir Kontrolle über unsere Gefühle verhalten.

Beispielsweise können wir ihm die Erlaubnis geben, sich in einer bestimmten Art und Weise zu verhalten, die uns nicht gefällt, und schon müssen wir uns nicht mehr über ihn ärgern.

Wir sollten nicht nur auf den Partner setzen, sondern lernen, für unser Wohlbefinden selbst etwas zu tun bzw. auch einen Freundeskreis zu pflegen, der uns gut tut.

10. In der Partnerschaft sollte man so viel wie möglich gemeinsam tun.

Ausschließlich gemeinsame Aktivitäten führt zu Langeweile und Abhängigkeit. Wir verlernen, alleine etwas zu unternehmen, als Einzelperson aufzutreten. Auch die Umwelt sieht uns nur noch im Doppelpack.

Wir rauben uns die Erfahrung, als Einzelperson wahrgenommen zu werden und alleine schwierige Situationen zu bewältigen.

Wir können keine Anregungen mehr in die Partnerschaft einbringen, die auf unseren eigenen Erfahrungen basieren.

Wir können uns auch nicht auf eine eventuelle Trennung durch Scheidung oder Tod vorbereiten. Wir nehmen uns die Erfahrung weg, aus der Distanz heraus wieder Sehnsucht und neues Interesse zu verspüren.

Besser ist es, sowohl für gemeinsame Erlebnisse als auch Aktivitäten ohne den Partner einzuplanen.

11. Wenn er mich liebt, weiß er, was ich will.

Wenn wir denken, der Partner müsse Gedanken lesen können und immer wissen, was man denkt, fühlt und man sich wünscht, dann kommt es zwangsläufig zu Beziehungsproblemen.

Sicher kennt man den Partner im Laufe der Jahre besser. Liebe hat dennoch nichts mit Gedankenlesen zu tun. Der Partner hat eine vollkommen andere Lebensgeschichte, einen unterschiedlichen Körper und unterschiedliche Bedürfnisse.

Zudem ist er als Mann erzogen, wo man ohnehin nicht so stark darauf trainiert wird, sich in den anderen hineinzufühlen.

Er kann nur aus seinen Bedürfnissen ableiten, was ihm gefallen und gut tun würde. Dies muß sich und wird sich meist nicht mit unseren Wünschen decken.

So können viele Mißverständnisse entstehen: "Ich habe gedacht, dies würde dir gefallen", hat sicher jeder schon einmal von uns gehört.

Besser ist es, wenn wir über unsere Wünsche und Vorstellungen sprechen. Dann hat der Partner die Wahl, ob und wann er sie uns erfüllt.

Wir sollten uns dann allerdings davor hüten, uns die Freude kaputt zu machen, indem wir uns sagen: Wenn ich erst meinen Wunsch mitteilen muss, dann ist es nichts wert, wenn er ihn erfüllt.

Liebe-Partnerschaft-Irrtum.html

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12. Untreue zerstört die Liebe.

Ein Seitensprung zerstört nicht zwangsläufig die Partnerschaft. Manchmal möchte sich ein Partner durch einen Seitensprung beweisen, dass er attraktiv ist.

Der Seitensprung hat nur mit ihm zu tun und muss nicht bedeuten, dass die Ehe nicht in Ordnung ist.

Nach einem Seitensprung kann die Partnerschaft wieder neuen Schwung bekommen. Wichtig ist, dass wir über die Ursachen des Seitensprungs sprechen.

Der betrogene Partner darf natürlich auch nicht ununterbrochen Vorwürfe machen und auf dem Seitensprung rumhacken.

Und der untreue Partner darf sich nicht vor lauter Schuldgefühlen überfreundlich und unterwürfig verhalten.

13. Es gibt den idealen Partner für mich.

Attraktiv soll er sein, intelligent, verständnisvoll, humorvoll, fürsorglich, finanziell erfolgreich. Diesen Traumprinzen gibt es nur im Märchen, zumindest aber ist er ebenso schwer zu finden, wie die Nadel im Heuhaufen.

Wenn wir solch hohe und unrealistische Erwartungen haben, dann kann, muss die Beziehung scheitern.

14. Wenn man zueinander passt, stellt sich das Glück alleine ein.

Das ist einer der größten Irrtümer, die eine Beziehung zum Scheitern verurteilen. Jede Ehe erfordert Einsatz und Arbeit, um die Beziehung am Leben zu erhalten und zu festigen.

Eine dauerhafte Beziehung kann nur gelingen, wenn beide Partner sich ständig Mühe geben und bereit sind, zu lernen und sich zu verändern.

15. Wenn man an der Beziehung arbeiten muss, dann stimmt etwas nicht mit der Beziehung.

Dieser Irrtum geht Hand in Hand mit Irrtum 13 und ist dafür verantwortlich, dass viele Beziehungen mit der Zeit eintönig und langweilig werden, weil die Partner glauben, Liebe bedeute, sich nie um den anderen und seine Bedürfnisse kümmern zu müssen.

Richtig ist: jede Beziehung, die von Dauer sein soll, erfordert Arbeit.


Dr. Doris Wolf
Doris Wolf (Autorin)

Vielen Dank, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Schon immer hatte ich ein offenes Ohr für die Sorgen anderer. Deshalb war es mein Herzenswunsch, als Psychotherapeutin zu arbeiten.

Was mich besonders motiviert ist der Wunsch, dass Menschen ihre Fähigkeit entdecken, besser mit sich und anderen auszukommen. Das ist auch das Ziel meiner Ratgeber.

Einen Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit finde ich im Nordic Walking, dem Jin Shin Jyutsu und der Kuchenbäckerei.


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  1. Leserkommentar Erleuchteter 19.08.2016

    Fast alle Menschen haben offenen oder versteckte Ansprüche und Erwartungen an den "Partner". Das belastet massiv. Im Grunde genommen ist "Freund" oder Partner" oder "Ehegatte" schon ein Anspruch bzw. eine Erwartungshaltung. Ergo: Gewahrwerden der eigenen Ansprüche und Erwartungen, ohne Erwartung, dass sie sich auflösen. Das tun sie nämlich dann von selbst. Nur wer frei davon ist, ist auch unabhängig und kann Glück erfahren. Und dies wiederum ist Voraussetzungen für eine Partnerschaft, die den Namen verdient.

  2. Leserkommentar Mell 10.07.2016

    Ich mache gerade eine ganz schlimme Zeit durch meine Ehe steht an einem so tiefen Abgrund mein Mann oder wir reden über "Trennung auf Zeit "wir leben noch im gleichen Haus er sucht eine Wohnung und wir laufen aneinander vorbei was für mich fast unerträglich ist bei ihm habe ich den Eindruck er steht da darüber sagt aber er sei verletzt tief in meinem Herzen spüre ich so viel Liebe und Sehnsucht für ihn es tut fast schon körperlich weh und dann frage ich mich ist es Gewohnheit eine Art Abhängigkeit (ich habe MS)krank bin ich seit 34j ein Paar sind wir seit 24j verheiratet sind wir seit 6j Trennung auf Zeit geht das??? Was kann ich tun???

  3. Leserkommentar Sylvia 16.05.2016

    Danke fur deine Ausführungen ich denke immer wenn ich mit meinem Partner nicht alles zusammen mache habe ich immer ein schlechtes Gewissen und meine Eifersucht plagt mich sodass ich es nicht wirklich geniessen kann ich brauche einen Rad wie ich das ein fur alle mal uberwinden kann Gruß Sylvia

  4. Leserkommentar Larissa 10.04.2016

    Hallo Doris, lieben Dank für deine Ratschläge. Ich stecke gerade in einer Beziehungskrise und vieles was du geschrieben hast trifft wirklich zu. Ich hoffe, dass es noch nicht zu spät ist für mich.

  5. Leserkommentar Kerstin Riebe 04.01.2016

    zum Thema "je ähnlicher man sich ist, desto besser klappt die Partnerschaft" LiebeFrauDr.Wolf Ich - weiblich, 53 Jahre/ und er 58Jahre - haben uns gerade nach einem Jahr Beziehung getrennt; trotzdem beschäftigt mich natürlich die Frage, warum „wir es nicht geschafft haben“; Wir waren uns zu Beginn vor allem in einem Punkt sympathisch ähnlich: hohe Sensibilität und Kommunikationsbereitschaft; dann wurde sehr schnell klar, dass wir uns gleichzeitig in fast dem gleichen Punkt sehr anstrengend ähnlich sind: jeder hat sehr auf die Reaktionen des Partners reagiert - war z.B. bei Anspannung des Partners schnell irritiert und belastet; das passierte anfangs eher unbewusst – später konnten wir darüber reden, aber nur geringfügig etwas daran ändern; es war bei uns beiden wie ein Automatismus; nach einem Jahr war bei mir die Grenze erreicht, dass ich nach einer Auseinandersetzung nicht mehr frei auf meinen Partner zugehen konnte, sondern genervt blieb; ich gab den Entscheidenden Anstoß zur Trennung, da ich keine Chance mehr sah, dass wir uns gegenseitig gut tun; Kann es sein, dass diese Partnerkonstellation grundsätzlich nicht zu empfehlende ist, oder ist das aus Ihrer Erfahrung eher als individuelle Problematik einzuschätzen? Kerstin R.

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