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Autorin: Dr. Doris Wolf, Diplom-Psychologin
Unter Mauern in der Kommunikation verstehen wir, dass wir unserem Partner gegenüber dichtmachen und abblocken. Besonders Männer greifen zu dieser Strategie. Wir lassen quasi nichts (mehr) heraus und nichts (mehr) hinein. Auf Fragen unseres Partners und Kommentare reagieren wir nicht, hüllen uns in Schweigen. Unser Gesicht ist versteinert, wir wenden uns ab oder vermeiden den Kontakt zu ihm.
Der Psychologe J. Gottman zählt Mauern zu den 4 apokalyptischen Reitern, die eine Beziehung zerstören können.
Mauern ist eine Art Selbstschutz, um Kritik, Vorwürfen und Kränkung zu entgehen.
Ein kurzzeitiger Rückzug und Abbruch der Kommunikation kann entlastend sein. Wutausbrüche und wüste Beschimpfungen können so verhindert werden. Langfristig ist Mauern jedoch Gift für die Partnerschaft. Mauern lässt unseren Partner hilflos zurück. Manchmal weiß er vielleicht nicht einmal, weshalb wir mauern.
Wenn wir uns kurzzeitig in uns selbst zurückziehen möchten und mit uns allein sein möchten, ist es besser, unserem Partner dies zu signalisieren und einen Zeitpunkt für die Fortsetzung des Gesprächs vorzuschlagen.
Auf welches Verhalten deines Partners reagierst du mit Mauern?
Was möchtest du damit erreichen? Was erreichst du damit?
Wann ist für dich der Zeitpunkt gekommen, wieder auf deinen Partner zuzugehen?
Wie geht es dir dabei, wenn du dich wieder öffnest?
Was könntest du tun, statt zu mauern?
Über welche Themen oder Gefühle sprichst du nicht mit deinem Partner? Was befürchtest du, würde passieren, wenn du darüber sprechen würdest?
© 2011 Dr. Doris Wolf - 1x1 einer guten Partnerschaft - Partnerschaft Lexikon - Mauern am Partner
Kränkungen - Respekt - Rituale - Routine - Missachtung - Erwartungen - Abwertung - Absprachen - Ablehnung