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Ordnung in der Partnerschaft

Autorin: Dr. Doris Wolf, Psychotherapeutin

Ordnung bzw. Unordnung ist Thema vieler Konflikte in der Partnerschaft. Frauen ärgern sich hauptsächlich über herumliegende gebrauchte Kleidung und nicht hochgeklappte Klobrillen, Männer stört der Putzfimmel.

Das Problem bei dem Begriff Ordnung ist, dass eine persönliche Wertung miteinfließt.

Für den einen ist Ordnung erstrebenswert, der andere verknüpft damit zwanghaftes Verhalten und rigides Kleinbürgertum.

Ab wann wir etwas als ordentlich oder unordentlich bezeichnen, darüber können wir lange diskutieren.

Wählen wir uns einen im Gegensatz zu uns eher chaotischen Partner, mag uns seine Lässigkeit am Anfang sehr gut gefallen.

Vielleicht bewundern wir ihn sogar wegen seiner Spontaneität und Unbeschwertheit. So kann uns seine Unordnung im Verlauf der Partnerschaft dann doch sehr stören.

Dann laufen wir Gefahr, mit dem Nörgeln und Kritisieren zu beginnen, um unseren Partner nach unseren Vorstellungen zu verändern.

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Wie Konflikte zwischen einem ordentlichen und unordentlichen Partner vermeiden?

Erstellen Sie und Ihr Partner jeweils eine Liste mit 2 Rubriken:

a) Welche Verhaltensweisen stören mich ganz besonders an meinem Partner?

b) Welche Verhaltensweisen gefallen mir nicht, aber ich könnte mit ihnen leben?

Was ist es mir in Zukunft nicht mehr wert, mich darüber zu ärgern oder mit meinem Partner zu streiten.

Tauschen Sie sich darüber aus, aber vermeiden Sie Vorwürfe dabei.

Sprechen Sie über die Motive und Gründe: Was könnte dahinter stehen, wenn man Ordnung oder Unordnung bevorzugt? Gewöhnlich ist der Grund nicht, dass man seinen Partner ärgern will.

Erinnern Sie sich daran, keiner hat das Recht, über das Verhalten des anderen zu bestimmen, aber er darf seine Wünsche äußern.

Ziel ist es, dass jeder sich wohl fühlt zuhause und die Gegenstände findet, die er sucht.

Planen Sie Freiräume. Treffen Sie Absprachen über das „Revier“. So könnten Sie sich mit Ihrem Partner z.B. darauf einigen, dass er im Wohnzimmer nach Ihren Vorstellungen Ordnung hält, aber in seinem Zimmer unordentlich sein kann.


Dr. Doris Wolf
Dr. Doris Wolf

Vielen Dank, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Schon immer hatte ich ein offenes Ohr für die Sorgen anderer. Deshalb war es mein Herzenswunsch, als Psychotherapeutin zu arbeiten.

Was mich besonders motiviert ist der Wunsch, dass Menschen ihre Fähigkeit entdecken, besser mit sich und anderen auszukommen. Das ist auch das Ziel meiner Ratgeber.

Einen Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit finde ich im Nordic Walking, dem Jin Shin Jyutsu und der Kuchenbäckerei.


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