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Freiräume in der Partnerschaft

Autorin: Dr. Doris Wolf, Psychotherapeutin

Freiheit bedeutet Selbstbestimmung. Für manche Menschen endet mit einer Partnerschaft oder der Heirat die Freiheit.

Sie verknüpfen mit der Partnerschaft Verpflichtungen, Verzicht auf persönliche Ziele und liebgewordene Gewohnheiten, Schuldgefühle, emotionale Erpressung, Druck, Eingesperrtsein, usw.

Ob wir das Leben in der Partnerschaft prinzipiell als frei oder unfrei erleben, ist Einstellungssache.

So geben wir in der Partnerschaft gewöhnlich zwar ein Stück Freiheit auf, aber wir bekommen auch etwas - nämlich z.B. Sicherheit, Geborgenheit, Unterstützung und Gemeinsamkeit.

Außerdem ist es unsere freiwillige Entscheidung, uns in eine Partnerschaft zu begeben.

In einer erfolgreichen Partnerschaft pendeln wir zwischen Nähe und Distanz. Wir benötigen persönliche Freiheit, um Anziehungskraft und Spannung in der Beziehung zu erhalten.

Zu viel Freiheit kann jedoch auch schädlich sein, nämlich dann, wenn wir den Kontakt zum Partner, seinen Einstellungen, Zielen und Gefühlen verlieren, er uns quasi fremd wird und wir nicht mehr wissen, wie er denkt und fühlt.

Dann besteht die Gefahr, dass man sich auseinanderlebt oder im besten Fall nebeneinander herlebt. Beides ist jedoch nicht Sinn einer Partnerschaft.

Wie viel Freiheit wir benötigen bzw. unserem Partner zugestehen, das ist häufig ein großes Konfliktthema.

Streitpunkte sind z.B., ob wir alleine mit Freunden ausgehen, einem Hobby nachgehen, wofür wir unser zu unserer Verfügung stehendes Geld investieren oder ob wir mal alleine in Urlaub fahren.

Um uns in der Partnerschaft frei fühlen zu können, benötigen wir neben dem Partner, der uns gewisse Freiheiten gibt, auch bestimmte Einstellungen.

So z.B. die innere Erlaubnis, Nein sagen zu dürfen, die Einstellung, dass jeder selbst für seine Gefühle verantwortlich ist, und die Überzeugung, alleine leben zu können.

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Dr. Doris Wolf
Dr. Doris Wolf

Vielen Dank, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Schon immer hatte ich ein offenes Ohr für die Sorgen anderer. Deshalb war es mein Herzenswunsch, als Psychotherapeutin zu arbeiten.

Was mich besonders motiviert ist der Wunsch, dass Menschen ihre Fähigkeit entdecken, besser mit sich und anderen auszukommen. Das ist auch das Ziel meiner Ratgeber.

Einen Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit finde ich im Nordic Walking, dem Jin Shin Jyutsu und der Kuchenbäckerei.


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