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Wir alle haben eine Vorstellung davon im Kopf, wie unser Idealpartner sein soll. Schon als kleine Kinder träumen wir meist von einem Partner, der uns immer liebt, immer versteht, immer zu uns hält, gut aussieht, beruflich erfolgreich ist, der schaut, dass es einem gutgeht, der spürt, was man braucht, der ganz für einen da ist, treu ist, kompetent ist, sexuell attraktiv ist. Jeder von uns hat seine ganz persönlichen Vorstellungen von seinem Traumpartner.
Doch wer ist „der Richtige“? Woran merken wir, dass er der Richtige ist? Viele Antworten können wir auf diese Frage geben. Beispielsweise:
„Er ist der Richtige, wenn ich verliebt in ihn bin.“
Für viele gilt Verliebtsein oder Liebe auf den ersten Blick als untrüglicher Beweis für den richtigen Partner. Doch dieses Verliebtsein kann uns auch in die Irre führen, denn es entsteht, wenn uns der Auserwählte an positive Erfahrungen in der Vergangenheit erinnert. Für die Zukunft müssen die Merkmale, die unser Liebesradar zum Klingen bringen, aber nicht unbedingt wichtig für uns sein.
„Er ist der Richtige, wenn er mir gefällt.“
Auch seine Attraktivität ist nicht unbedingt ein sicheres Kennzeichen für den richtigen Partner. Zum einen verändert sie sich mit zunehmendem Alter. Vielleicht ändert sich auch unser Geschmack. Und was noch entscheidender ist, allein das gute Aussehen ist keine Garantie für eine langfristige Partnerschaft.
„Er ist der Richtige, wenn er mich liebt.“
Es ist schmeichelnd und wohltuend, geliebt zu werden. Sofern der Partner jedoch seine Liebe an Bedingungen und Erwartungen knüpft, wird sie, wenn wir nicht (mehr) seinen Vorstellungen entsprechen, nachlassen. Unsere Liebe wiederum wird nachlassen, wenn wir Eigenschaften am Partner entdecken, die uns nicht gefallen.
„Er ist der Richtige, wenn er alle meine Erwartungen und Vorstellungen erfüllt.“
Diese Einstellung führt möglicherweise dazu, dass wir überhaupt erst gar keine Partnerschaft eingehen, weil wir niemanden finden, der alle Punkte unserer „Wunschliste“ erfüllt. Oder aber wir erfahren erst im Verlauf unserer Partnerschaft, dass er einigen unserer Forderungen nicht nachkommt. Es ist nämlich 100% unwahrscheinlich, dass es einen Partner gibt, der alle unseren Erwartungen entspricht.
Wenn all diese Kriterien uns nicht auf den richtigen Partner hinweisen, was aber bleibt uns dann, um herauszufinden, welcher der richtige Partner für uns ist?
Ich möchte Ihnen drei Fragen vorschlagen, deren Antworten Ihnen erste Hinweise geben können. Beginnen Sie bei sich. Fragen Sie sich:
Was möchte ich vom Leben?
Welches sind meine wichtigsten Ziele? (z.B. Familie, Karriere, Kampf für eine bessere Welt ...)
Welches sind meine wichtigsten Wertvorstellungen? (z.B. Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, Freundschaft ....)
Die Antworten auf diese Fragen können gleichzeitig Kompass für Ihre Partnersuche sein. Suchen Sie nach einem Reisegefährten, der Sie im Leben begleitet und dieselben Ziele wie Sie hat? Wenn Sie dieselben Ziele und Werte wie Ihr Partner haben, dann gibt es schon einmal keinen Streit um große Entscheidungen. Wenn er Ihre wichtigsten Wertvorstellungen und Ziele teilt, dann ist das fast schon eine Garantie, gemeinsam und glücklich durchs Leben zu gehen. Alle anderen Merkmale sind dann nur schmückendes Zubrot.
Diese Fragen machen auch deutlich, dass der Partner nicht derjenige ist, der alleine für Ihre Zufriedenheit zuständig ist. Zufriedenheit in der Partnerschaft erlangen Sie, indem Sie gemeinsam ihre gemeinsamen Ziele verwirklichen.
Hilfreich ist es dennoch, sich Gedanken darüber zu machen, wie unser Idealpartner aussehen könnte. Nur so können wir gezielt nach einem Partner Ausschau halten.
Doch dann müssen wir einen Schritt weiter gehen und uns überlegen, in welchen Bereichen wir Abstriche machen möchten. Es gibt immer Merkmale und Eigenschaften, die zwar schön an einem Partner wären, auf die wir aber verzichten können. Fordern wir, dass unser Partner alle unsere Vorstellungen eines Idealpartners erfüllen muss, werden wir wahrscheinlich keinen Partner finden oder ständig Streit mit unserem Partner haben und häufig frustriert sein.
Haben wir einen Partner und die Phantasie, dass wir ihn zu unserem Traumpartner formen können, dann machen wir uns und unseren Partner durch das ständige Nörgeln und unsere Unzufriedenheit unglücklich.
Viele Partnersuchende denken, der Partner werde sich im Laufe der Beziehung noch ändern. Das ist in aller Regel nicht der Fall und Sie sollten damit deshalb lieber nicht rechnen.
Glücklich werden wir mit einem Partner, wenn wir uns immer wieder seine positiven Seiten in Erinnerung rufen und die Seiten, die weniger gut unseren Wünschen entsprechen, akzeptieren.
© 2005-2010 Dr. Doris Wolf - Partnerschaft Lexikon - den idealen Partner (Traumpartner) finden; wie finde ich den Richtigen?
Kränkungen - Respekt - Rituale - Routine - Missachtung - Erwartungen - Beziehungscheck - Absprachen - Ablehnung