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Wechseljahre der Frau & Partnerschaft

Frau hat Hitzewallungen

, Psychotherapeutin

Viele Partnerschaften halten nicht so lange, dass die Partnerin gemeinsam mit dem Partner die Wechseljahre erreichen würde.

Doch wenn Frau in die Wechseljahre kommt, dann kann dies Auswirkungen auf die Partnerschaft haben, ebenso wie die Wechseljahre des Mannes nicht ohne Folgen für die Partnerschaft bleiben.

Wie wirken sich Wechseljahre auf die Partnerschaft aus?

Die Partnerschaft ist ein komplexes Zusammenspiel von zwei Menschen. Kommt einer in die Krise oder verändert sich, so betrifft dies auch den anderen Partner.

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Wechseljahre aus der Sicht des Mannes

Wie Männer generell auf die Wechseljahre reagieren, hängt von vielen Faktoren ab - beispielsweise davon,

Manche Männer verbinden die Wechseljahre der Partnerin mit Schreckensbildern und Ängsten:

Überspitzt ausgedrückt können die Wechseljahre der Frau in der Fantasie der Männer das Ende einer unbeschwerten Partnerschaft bedeuten.

Mit einer solch negativen Einstellung besteht die Gefahr, dass die Liebe abstirbt und diese Männer sich dann einer neuen, jüngeren Partnerin zuwenden.

Andere Männer wollen sich überhaupt nicht mit dem Thema Wechseljahre und den Veränderungen befassen.

Am besten soll alles so weiterlaufen wie bisher. Das Thema Wechseljahre behandeln sie wie eine Krankheit, mit der man nichts zu tun haben will.

Mit einer solchen Einstellung kann es zu Konflikten mit der Partnerin kommen, - nämlich dann, wenn die Partnerin sich ihm gegenüber anders verhält als früher.

So könnte es z.B. sein, dass sie keine Lust auf Körperkontakt oder Sex mehr hat oder ihm gegenüber launisch und gereizt ist. Sie könnte depressive Symptome zeigen, ständig müde sein oder weinen.

Sie könnte aber auch die gesamte Partnerschaft infrage stellen, weil sie Bilanz zieht und erkennt, dass sie bisher ihre Bedürfnisse immer zurückgestellt hat und ihr Leben endlich ist.

Wechseljahre aus der Sicht der Frau

Die Wechseljahre signalisieren für die Frau Veränderungen, die sich körperlich und seelisch bemerkbar machen.

Einerseits muss sie selbst mit den Wechseljahresbeschwerden klarkommen. Andererseits haben diese Auswirkungen auf die Partnerschaft.

Wie Frauen generell auf die Wechseljahre reagieren, hängt ebenfalls von vielen Faktoren ab - beispielsweise davon,

Untersuchungen zeigen, dass die Frauen, die eine sehr negative Einstellung gegenüber den Wechseljahren haben, sich auch schwerer mit ihnen tun. Sie erleben stärkere Beschwerden und leiden stärker unter ihnen.

Für Frauen stellt die Phase der Wechseljahre einen großen Umbruch da. Meist sind zu diesem Zeitpunkt die Kinder aus dem Haus und sie sind wieder mit ihrem Partner alleine.

Es ist die Zeit, in der sie im Leben Bilanz ziehen und sich möglicherweise noch einmal grundsätzlich umorientieren. Es ist auch die Zeit, in der sie sich verwundbarer, empfindlicher und nicht so belastbar erleben.

Video: Beschwerden, Symptome der Wechseljahre

Wie sich die körperlichen und seelischen Beschwerden der Wechseljahre auf die Partnerschaft auswirken

Frauen leiden unter Ängsten und Depressionen.

Für sie selbst ist es vielleicht eine vollkommen neue Erfahrung, den Alltagspflichten nicht mehr im vollen Umfang nachkommen zu können. Sie fühlen sich erschöpft, grundlos traurig oder hilflos ihren Ängsten gegenüber.

Der Partner fühlt sich durch ihre Gefühlsschwankungen und Unsicherheit in seinem Wohlbefinden gestört, verunsichert oder hilflos, weil er seine Partnerin so nicht kennt.

Frauen fühlen sich erschöpft und überfordert.

Deshalb beginnen sie, auszusortieren, Verpflichtungen abzulegen oder an andere zu delegieren. Sie beginnen, Grenzen zu setzen.

So muss der Partner mehr Aufgaben übernehmen bzw. mit weniger „Service“ zufrieden sein. Er erlebt die Partnerin gereizt und bisweilen auch aggressiv.

Frauen verspüren keine sexuelle Lust mehr.

Sie meiden körperliche Nähe und wollen keinen Geschlechtsverkehr. Wenn sie sich auf Sex einlassen, ist er schmerzhaft.

Der Partner fühlt sich verletzt und zu kurz kommend.

Frauen verspüren Minderwertigkeitsgefühle.

Sie erleben die Veränderungen in ihrem Körper, fühlen sich unattraktiv. Die Folge kann sein, dass sie Körpernähe meiden und sich sexuell verweigern. Sie haben Angst, der Partner findet jüngere Frauen attraktiver oder geht fremd.

Der Partner fühlt sich zurückgestoßen und in Frage gestellt.

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Frauen stellen ihre Partnerschaft auf den Prüfstand.

Nachdem die Kinder aus dem Haus sind, spüren sie vielleicht, wie sehr sie sich von ihrem Partner entfernt haben und wie wenig ihrer Bedürfnisse erfüllt werden. Nun stellen sie sich die Frage, ob die Beziehung für sie (wieder) befriedigend werden kann oder sie sich besser trennen sollten.

Der Partner ist verunsichert, weil er mit der Partnerschaft ganz zufrieden ist und nichts geahnt hat von den unerfüllten Bedürfnissen seiner Partnerin.

Frauen stellen sich die Sinnfrage.

Ihre körperlichen und seelischen Veränderungen weisen sie auf ihre Endlichkeit hin. Sie überlegen sich konkret, was sie im Leben bisher erlebt und was sie noch verwirklichen möchten.

Manche Frauen wollen aus der Berufstätigkeit oder sich ihren beruflichen Traum endlich verwirklichen. Andere wollen endlich reisen, ehrenamtlich arbeiten oder ein bestimmtes Hobby beginnen.

Der Partner spürt, dass seine Partnerin sich von ihm entfernt und ihre Ziele möglicherweise nicht mit den seinigen harmonieren.

Was Frau tun kann, um als Paar besser durch die Wechseljahre zu kommen

Klären Sie Ihren Partner über die Wechseljahre auf:

Welche Beschwerden können auftreten? Welche körperlichen und seelischen Symptome können die Wechseljahre begleiten?

Machen Sie deutlich, dass Wechseljahre keine Krankheit sind sondern ein Umstellungsprozess des Körpers.

Sprechen Sie mit Ihrem Partner über Ihre körperlichen und seelischen Veränderungen.

Sie brauchen dabei nicht jeden Tag Bericht erstatten. Es genügt, darüber zu berichten, was die Partnerschaft betrifft bzw. worunter Sie sehr leiden.

Teilen Sie Ihrem Partner mit, welche Reaktion auf Ihre Beschwerden Sie sich von ihm wünschen bzw. welche Reaktionen er unterlassen soll.

(z.B. er soll sich nicht lustig über Ihre Hitzewallungen machen).

Bitten Sie Ihren Partner gezielt um Unterstützung.

Nur Sie spüren, was Ihnen jetzt zu viel ist und wo Sie sich überfordert fühlen.

Teilen Sie die Rollen und Pflichten neu auf, wenn Ihre Kinder ausgezogen sind.

Ziehen Sie mit Ihrem Partner gemeinsam Lebensbilanz.

Nehmen Sie ihn mit ins Boot. Stellen sie sich beide die Fragen:

Was Mann tun kann, um als Paar besser durch die Wechseljahre zu kommen

Informieren Sie sich über die Wechseljahre:

Was bedeuten die Wechseljahre für die Frau und mit welchen körperlichen und seelischen Beschwerden gehen sie einher?

Fragen Sie Ihre Partnerin, wie Sie sie unterstützen können.

Wie sollen Sie auf ihre Beschwerden reagieren, was sollen Sie unterlassen?

Sehen Sie diese Zeit als eine Chance, in der sich für Sie und Ihre Partnerin nochmals neue Möglichkeiten eröffnen können.

Bleiben Sie im Gespräch. Sie können sich neue Ziele wählen und die Rollen neu verteilen.

Seien Sie Ihrer Partnerin gegenüber tolerant.

Wenn Sie gereizt oder empfindlich ist, dann hat das möglicherweise gar nichts mit Ihnen zu tun.

Machen Sie ab und zu Komplimente.

Bestärken Sie Ihre Partnerin darin, dass sie für Sie attraktiv ist.

Ermutigen Sie Ihre Partnerin, mehr nach ihren Bedürfnissen zu leben.

Es könnte zwar sein, dass Sie dann mehr Aufgaben übernehmen müssen, aber Sie haben dennoch etwas davon: Ihre Partnerin ist zufriedener und ausgeglichener und vielleicht entdecken Sie sogar, dass Ihnen die neue Aufgabe Spaß macht.

Akzeptieren Sie für den Augenblick, wenn Ihre Partnerin keine Lust auf Sex hat.

Versuchen Sie in Gesprächen herauszufinden, woran es liegen könnte. Beispielsweise: Ist sie unglücklich mit Ihrem Äußeren? Ist die Scheide zu trocken (dann könnte ein Gleitgel helfen)? Befürchtet sie Hitzewallungen? Ist sie zu erschöpft? Ist sie generell unzufrieden über die Art, wie sie beide Sex praktizieren?

Ziehen Sie mit Ihrer Partnerin gemeinsam Lebensbilanz.

Stellen sie sich beide die Fragen:

Die Wechseljahre der Frau sind ebenso wie die Erziehungsjahre eines Kindes eine Herausforderung für die Partnerschaft.

Beide Partner müssen in den Wechseljahren von vielen Dingen Abschied nehmen, aber es bieten sich auch neue Chancen und Freiheiten.

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Dr. Doris Wolf
Dr. Doris Wolf

Vielen Dank, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Schon immer hatte ich ein offenes Ohr für die Sorgen anderer. Deshalb war es mein Herzenswunsch, als Psychotherapeutin zu arbeiten.

Was mich besonders motiviert ist der Wunsch, dass Menschen ihre Fähigkeit entdecken, besser mit sich und anderen auszukommen. Das ist auch das Ziel meiner Ratgeber.

Einen Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit finde ich in morgendlicher Meditation, im Nordic Walking, dem Jin Shin Jyutsu und dem Backen leckerer Kuchen.

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  1. Leserkommentar Carlos 17.09.2017

    Meine Partnerschaft geht gerade schwer in die Brüche. Vor 5 Jahren fing es bei ihr an dass ihr keiner mehr was recht machen konnte. Mecker, mecker, an alles und jedem. Dann vor drei Jahren brach bei ihr der Gluckenwahn bei ihrer Tochter(27) aus ihrer vorigen Beziehung, aus die Ihre Schuldgefühle wo sie meinte sie wäre als Kind nicht genug für Sie da gewesen kräftig strapaziert. Ab dem Moment hat sie unsere Beziehung fast komplett eingestellt. Alles andere war wichtiger als ich. Keine Zeit mehr für mich, als sie dann Oma wurde nahm das schon krasse Formen an. Aber die Beziehung hat sie auch nicht beendet und wollte sich einfach raus schleichen. (wir wohnen nicht zusammen) Wenn ich die Frage stellte wann wir wieder einmal Zeit miteinander haben hat sie nur den Kopf gesenkt und zur Seite gesehen und die Mundwinkel nach unten gezogen (alter 14?). Wenn sie aber meint ich hätte eine andere bricht bei ihr der Eifersuchtswahn aus. Da schaut man nachts um 11 ob nicht ein anderes Auto bei mir steht oder ob ich daheim bin oder das Telefon klingelt mal kurz so nach dem Motto „ich bin auch noch da“. Als ich mal meine Bettwäsche gewaschen habe und mein Bad auf Vordermann gebracht habe hat sie fast einen Tobsuchtsanfall bekommen, aber nein sie ist ja nicht Eifersüchtig. Auf der einen Hand halten aber beim Bussi geben den Kopf wegdrehen. Wenn alles auf einmal zusammen kommt: dann gute Macht Marie Aktuell hat Sie den Kontakt so gut wie komplett eingestellt und behandelt mich wie eine Nebensache. Ist immer überfordert und fertig. Aber ich bin die starke Frau und kann alles alleine. Ob sie einen anderen hat weiss ich nicht. Es wäre sehr schön gewesen wenn sie mit mir gesprochen hätte. Ich habe ihr viel zu verdanken und ich liebe sie abgöttisch, das muss man auch wenn man das über eine so lange Zeit mit macht. Ich hätte sie gerne wieder. Ich mache mich schon zum Affen aber nicht noch zum Idioten, oder habe ich das schon? Mich reibt das jetzt langsam auf. Ich bin völlig fix und alle, jetzt geht es an die Substanz. Das Gefühl sie jetzt ganz zu verlieren schmerzt wahnsinnig. Ich habe in der letzten Woche sechs Kilo abgenommen und meine Nerven sind am Boden. Und noch einen Herzinfarkt vertrage ich nicht.

  2. Leserkommentar Harald 21.07.2017

    Ich bin 56 meine Frau 46 und voll in der schweren Zeit.....Mann muss seine Frau seeeehr lieben wenn Mann das durchhalten will. Frau natürlich euch.Eine derartige Belastungsprobe haben die letzten 20 Jahre nicht gekannt.Deshalb überstehen wir euch das.An alle denen es genauso geht,die aber noch nicht wissen warum es so ist.Gar kein Sex ist definitiv nicht die Lösung.Wir lernen gerade......das ist schön und verbindet wieder.In guten und in schlechten Zeiten. Das sollte Mann sich immer wieder sagen.Weil es stimmt!

  3. Leserkommentar Unabhängiger Mann 31.05.2017

    Die Gemütsschwankungen einer Frau in den Wechseljahren braucgt kein Mann. Ich erlebte Demütigungen, Beschimpfungen, Hochmut, schwere Beleidigungen und Fremdgänge um sich zu beweisen. - Jetzt, nach 10 Jahren, nachdem ich wieder glücklich bin, steht sie vor der Türe. NEIN, so nicht!!!

  4. Leserkommentar sportygirl 21.05.2017

    Da bin ich wieder nach zwei Jahren. Immer noch Single und das ist gut so. Ich suche einen emanzipierten Mann mit Niveau und Geist. Wenn ich mir die Männer ab 60 anschaue.......mit der geistigen Einstellung wie Freddy. Es fehlt einfach an seiner Selbstreflexion und seine Frau hat mein Mitgefühl.

  5. Leserkommentar Freddy 13.05.2017

    Ich bin 64 und meine Frau 65 Jahre. Sie ist seit gut 15 Jahren in den Wechseljahren und hat gravierende Probleme (Hitzewallungen) damit, so dass sie ein Hormonpräparat nehmen muss. Seit ungefähr dieser Zeit lehnt sie Berührungen und Sex immer mehr ab. Ich kann damit sehr schlecht umgehen, versuche aber immer noch Verständnis dafür zu haben. Eine Trennung wäre für uns nach mehr als 40 Ehejahren fatal. Welche Lösungen gibt es für das Problem?

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