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Misstrauen entzieht der Beziehung die Grundlage

© Autorin: Dr. Doris Wolf, Psychotherapeutin

Misstrauen ist das Gegenteil von Vertrauen. Wenn wir unserem Partner misstrauen, dann unterstellen wir ihm, dass er etwas tut, was uns schadet.

Wir befürchten z.B., dass er uns betrügt, sich unser Geld nimmt, unehrlich ist, uns verlässt.

Wir sind umso misstrauischer gegenüber unserem Partner, je mehr schlechte Erfahrungen wir bereits mit Menschen oder Lebensgefährten gemacht haben.

Misstrauen vergiftet die Liebe und jede Partnerschaft. Misstrauen ist verbunden mit einer Hab-Acht-Stellung: Wir suchen im Alltag nach Beweisen, dass unser Partner unser Vertrauen nicht verdient.

Dabei übersehen wir häufig die guten Seiten unseres Partners. Und Liebesgefühle können nur entstehen, wenn wir uns sicher fühlen und glauben, von unserem Partner unsere Wünsche erfüllt zu bekommen.

In einer erfolgreichen Partnerschaft vertrauen die Partner einander. Jeder gibt dem anderen einen Vertrauensvorschuss: er wird es gut mit mir meinen.

Auch wenn ein Partner in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit einem anderen Partner gemacht hat, bringt er dem neuen Partner Vertrauen entgegen.

Hat der neue Partner das Vertrauen einmal enttäuscht, bemüht er sich darum, zu verzeihen.

Werden durch das Fehlverhalten jedoch grundlegende Werte erschüttert, kann er auch die Konsequenzen ziehen und sich vom Partner trennen.

Eine besondere Form des Misstrauens in der Partnerschaft ist die Eifersucht.

Misstrauen führt zu Kontrolle und Kontrollen vergiften jede Beziehung.

Das Motto von Lenin "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser" ist keine Basis für eine Beziehung. Im Gegenteil. Kontrolle ist immer ein Zeichen von Misstrauen.

Solange es für ein Misstrauen keinen Anlass gibt, sollte man vertrauen, da Kontrollen das Leben vergiften, sowohl das eigene als auch das anderer Menschen.

Was tun, wenn man misstrauisch ist und dem Partner nicht vertrauen kann?

Was mache ich, wenn es einen Vorfall gab, der das Misstrauen unmittelbar ausgelöst hat (z. B. Seitensprung, Affäre)?

Was mache ich, wenn es keinen unmittelbaren Vorfall gab, ich aber trotzdem nicht vertrauen kann?


Dr. Doris Wolf
Doris Wolf (Autorin)

Vielen Dank, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Schon immer hatte ich ein offenes Ohr für die Sorgen anderer. Deshalb war es mein Herzenswunsch, als Psychotherapeutin zu arbeiten.

Was mich besonders motiviert ist der Wunsch, dass Menschen ihre Fähigkeit entdecken, besser mit sich und anderen auszukommen. Das ist auch das Ziel meiner Ratgeber.

Einen Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit finde ich im Nordic Walking, dem Jin Shin Jyutsu und der Kuchenbäckerei.


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