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Gefühle sind nichts Konstantes. So sehr wir uns auch wünschen, dass Liebesgefühle immer so intensiv wie am Anfang bleiben, so wenig trifft dies zu.
Die Gefühle unserem Partner gegenüber verändern sich im Verlauf der Partnerschaft, haben aber auch Tagesschwankungen. In der ersten Phase, dem Erobern und langsamen Kennenlernen, sind wir meist euphorisch. Wir fühlen uns wie auf Wolke 7, von unserem Partner geliebt und begehrt. Wird die Beziehung fester, werden die Gefühle auch stiller. Die heftigen lauten Verliebtheitsgefühle weichen Gefühlen von Verbundenheit, Geborgenheit, Sicherheit.
Es gibt in einer Partnerschaft jedoch nicht nur die positiven Gefühle. Ärger, Neid, Eifersucht, Verletztsein, Angst, Enttäuschung, Traurigkeit, Einsamkeit - all diese Gefühle können auch auftreten.
Diese Gefühle stellen die Liebe oder Partnerschaft generell nicht unbedingt in Frage. Wir können auf unseren Partner in einem Augenblick wütend sein, im nächsten Augenblick aber auch wieder Sympathie ihm gegenüber empfinden. Die Erklärung dafür ist, dass unsere Gefühle nicht durch unseren Partner entstehen, sondern durch die Art und Weise, wie wir über ihn denken.
Solange wir immer wieder zu den positiven Gefühlen unserem Partner gegenüber zurückkehren, stören die negativen Gefühle nicht. Im Gegenteil, wenn wir ab und zu mal ärgerlich auf ihn sind, können wir auch die Versöhnung genießen.
Welche Gefühle empfindest du für deinen Partner, wenn du jetzt in diesem Augenblick an ihn denkst? Sehnsucht, Liebe, Wut, Enttäuschung, Ablehnung, Traurigkeit ...?
Welches war bisher der schönste Augenblick, den du mit deinem Partner erlebt hast?
Wie würdest du dich fühlen, wenn du dir immer wieder die Seiten, die du an deinem Partner besonders schätzst, vor Augen führst?
Was würde sich ändern, wenn du Erinnerungen an Streit und Situationen, in denen du von deinem Partner enttäuscht warst, ruhen lassen würdest?
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© 2005-2010 Dr. Doris Wolf - 1x1 einer guten Partnerschaft - Partnerschaft Lexikon - Gefühle in der Partnerschaft
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