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Bindungsangst - Beziehungsangst

mann, frau abwendung vom anderen

Warum sind manche Menschen bindungsscheu? Woher kommt die Bindungsangst? Wie Bindungsängste überwinden? Antwort gibt dieser Beitrag. Bild © closeupimages - Fotolia.com

© Autorin: Dr. Doris Wolf, Psychotherapeutin

Betroffene mit Bindungsangst haben einerseits Angst vor emotionaler Nähe, andererseits sehnen sie sich nach Liebe und Nähe.

Männer wie Frauen sind gleichermaßen von dieser Bindungsstörung betroffen.

Sie haben Probleme, eine feste Partnerschaft einzugehen und Ja zu einer festen Beziehung zu sagen.

Machen Sie den Beziehungsangst Test und schauen, wie stark Ihre Angst vor engen Beziehungen ist.

Anzeichen für Bindungsangst

Wenn ein Mensch Bindungsangst hat, können wir dies an folgenden Verhaltensweisen erkennen: Ein bindungsscheuer Mensch

Ursachen der Bindungsangst

Hinter der Bindungsangst stecken Ängste, die den Betroffenen oft nicht bewusst sind.

Bindungsängstliche verknüpfen mit der Nähe zu einem Menschen Schmerz.

Die Betroffenen haben Angst vor Nähe, weil sie Angst haben

Bindungsphobische Menschen haben sowohl Angst vor ihrer eigenen Reaktion als auch vor der Reaktion ihres Partners.

Von Bindungsängsten Betroffene leiden unter Angst vor Nähe und vor Ablehnung.

Entstanden sind diese Ängste und die damit verbundene Bindungsstörung meist durch negative Erfahrungen in der Kindheit.

Betroffene haben gelernt, dass Vertrauen, Nähe und Sich-Einlassen mit Gefahr und seelischen Schmerzen verknüpft ist.

Sie haben sich entschieden, niemals mehr jemanden nahe an sich heranzulassen, um den Schmerz nicht nochmals zu erleben.

Beispielsweise können Missbrauchserfahrungen, die Scheidung der Eltern, der Tod eines Elternteils, das ständige Kritisieren, die Bevorzugung eines Geschwisterchen, die durch die Alkoholsucht bedingten unberechenbaren Verhaltensweisen eines Elternteils, die inkonsistente Erziehung, die Überbehütung oder Überforderung zu dieser Schlussfolgerung führen.

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Die Devise: „Besser keine Beziehung als eine, die wehtut“ bestimmt fortan das Leben der Betroffenen. Sie nehmen sich dadurch die Möglichkeit, positive Erfahrungen zu machen, denn sie riskieren es nicht mehr, diese Grundeinstellung zu überprüfen.

Die Angst vor der Nähe wird auch beeinflusst durch das Vorbild der Eltern.

Leben die Eltern selbst eine distanzierte Partnerschaft oder haben eine sehr distanzierte Beziehung zu ihrem Kind, lernen die Betroffenen, sich in der gleichen Art und Weise anderen gegenüber zu verhalten.

Das Selbstwertgefühl der Betroffenen ist sehr gering. Sie haben eine negative Einstellung zu sich selbst. Sie glauben infolgedessen daran, dass andere sie ablehnen werden, und sie sehen sich nicht in der Lage, mit dieser Ablehnung umzugehen.

Den einzigen Schutz sehen sie darin, niemanden nahe an sich heranzulassen, denn jemanden zu lieben, bedeutet verletzbar zu sein.

Bindungsangst überwinden: was tun bei Bindungsangst?

Als du klein warst, hattest du das Bedürfnis nach Sicherheit und Zuverlässigkeit. Du warst darauf angewiesen, dass deine Eltern oder andere Bezugspersonen diese Bedürfnisse erfüllten.

Nun bist du erwachsen und kannst selbst für dich sorgen. Gib anderen Menschen, gib deinem Partner, eine Chance. Du könntest

Klar, das bedeutet erst mal ein Risiko einzugehen. Aber diesen Preis musst du bezahlen, wenn du deine Bindungsangst und Angst vor Nähe überwinden willst.

Schau dir die Videos zur Bindungsangst an. In ihnen findest du weitere hilfreiche Informationen für die Überwindung der Bindungsangst.

bindungsangst.html

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Möglicherweise wäre eine Therapie sinnvoll, vor allem dann, wenn deine Angst vor Nähe durch Missbrauchserfahrungen entstanden ist.

Solche Traumata kann man meist selbst nicht alleine bewältigen.

Hilfen, wenn Sie einen Freund mit Bindungsangst haben.


Dr. Doris Wolf
Doris Wolf (Autorin)

Vielen Dank, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Schon immer hatte ich ein offenes Ohr für die Sorgen anderer. Deshalb war es mein Herzenswunsch, als Psychotherapeutin zu arbeiten.

Was mich besonders motiviert ist der Wunsch, dass Menschen ihre Fähigkeit entdecken, besser mit sich und anderen auszukommen. Das ist auch das Ziel meiner Ratgeber.

Einen Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit finde ich im Nordic Walking, dem Jin Shin Jyutsu und der Kuchenbäckerei.


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Leserkommentare

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  1. Leserkommentar blackfly 11.07.2016

    Das Ziel einer Auseinandersetzung sollte nicht der Sieg sein, sondern der Fortschritt. Joseph Joubert

  2. Leserkommentar blackfly 09.07.2016

    Nähe, Bindung, Partnerschaft, Austausch,Intimität und Sexualität.Wer hat das positiv und liebevoll vorgelebt bekommen? Etwa in der Ehe der Eltern? Da bekomme ich einen Lachanfall. Hier wird getextet und Theorien werden konstruiert dass sich die Balken biegen. Schlimm für Menschen die sich konstruktive Hilfe erhoffen.

  3. Leserkommentar backfly 09.07.2016

    Wie finde ich vertrauen in mich und meinen Körper zurück?

  4. Leserkommentar blackfly 09.07.2016

    Ich normal(gesund)-Du gestört (krank).Ich habe es sowas von satt und kann es nicht mehr hören/lesen. Jeder will es besser wissen und trotzdem kann ich hier keine Antworten finden. Im realen Leben auch nicht........und das gibt mir sehr zu denken. Beantwortet doch die Fragen wenn ihr alle so wissend seid!

  5. Leserkommentar marianne 21.06.2016

    Danke für den sehr aufschlussreichen Artikel :) an yvonne (vom 2.06, ich hoffe, Sie noch zu erreichen...) Als ich meine Therapie begann, hatte ich, wie Sie, große Schwierigkeiten. Nach dem ich meinen Therapeuten zum 4. Mal gewechselt hatte, fand ich endlich die Therapeutin, der ich vertrauen konnte. Sie beschäftigte sich v.a. mit der Aufarbeitung der Vergangenheit ihrer Patienten. Sie gab mir den Mut, mich verstehen und annehmen zu lernen. Ich glaube wir sehen uns da ähnlich, was Sie brauchen ist eine Aufarbeitung Ihrer Vergangenheit. Ich glaube auch nicht, dass Ihre Therapeutin es schlecht mit Ihnen meint. Sie folgt nur einem anderen Ansatz, der für Sie unpassend ist (wie meine 3 Therapeuten davor ;) Reden Sie mit Ihr, sie wird Sie verstehen. Alles Gute für Sie yvonne :)

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