Forderungen an den Partner sind meist wenig hilfreich

Forderungen an den Partner oder gar Drohungen führen meist zu Konflikten und Beziehungskrisen. Wie Wünsche äußern?

Forderungen an den Partner sind meist wenig hilfreich

Viele Partnerschaften scheitern daran, dass die Partner zu viele Forderungen aneinander stellen.

Sie fordern, dass der Partner sich nach eigenen Vorstellungen verhält. Er sollte ordentlicher, sparsamer, kinderfreundlicher, zärtlicher, geduldiger ... sein.

Meist ist mit solchen Forderungen auch eine Drohung verknüpft: "Wenn du nicht ... tust, dann liebe ich dich nicht mehr".

Derjenige, von dem etwas gefordert wird, fühlt sich unter Druck gesetzt, unfrei, ungeliebt, vielleicht sogar erpresst.

Als Folge dieser Erpressung reagiert er

  • mit Angst, den Partner zu verlieren,
  • mit Wut, dass er sich ändern soll,
  • mit Rebellion, weil er sich unter Druck gesetzt fühlt,
  • mit Traurigkeit, nicht so geliebt zu werden, wie er ist.

Jeder von uns möchte von seinem Partner so geliebt werden, wie er ist. Wir alle wollen, dass der Partner unsere Wünsche und Vorstellungen erfüllt.

Forderungen vom Partner machen die Harmonie zunichte.

Hilfreich für eine erfolgreiche Partnerschaft ist

  • wenn wir keine Forderungen an den Partner stellen, sondern Wünsche äußern: Ich möchte gerne ..., Ich hätte gerne ..., Ich wünsche mir, dass ...

    Damit überlassen wir unserem Partner die Entscheidung, ob er unserem Wunsch nachkommen möchte und setzen ihn nicht unter Druck.
  • wenn wir einen Wunsch äußern, aber gleichzeitig auch etwas anmerken, was uns am Partner gefällt
  • wenn wir die Redewendungen <Du sollst> oder <Du musst> aus unserem Wortschatz verbannen.
  • wenn wir Forderungen unseres Partners als Wunsch verstehen und uns überlegen, ob wir ihn erfüllen möchten, statt aus Trotz Nein zu sagen.

Fragen zum Fordern - zum Nachdenken und Handeln

Welche Forderungen stellst du an deinen Partner? Was genau sollte er tun oder wie sollte er sein, um deine Liebe zu erhalten?

Wie fühlst du dich, wenn er deine Forderungen nicht erfüllt? Ärgerlich, enttäuscht, verbittert, ungeliebt ....?

Könnte es sein, dass einige deiner Forderungen nicht unbedingt notwendig für dein Überleben sind?

Wie würdest du dich fühlen, wenn du eine oder mehrere deiner Forderungen aufgeben würdest? Als Verlierer, erleichtert, voller Liebe, traurig ...?

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