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Sexuelle Lustlosigkeit

Autorin: Dr. Doris Wolf, Psychotherapeutin

Unter sexueller Unlust verstehen wir, dass das Bedürfnis und die Lust auf Sex fehlen oder reduziert ist. Die sexuelle Lustlosigkeit kann sowohl den Mann als auch die Frau betreffen.

Sie kann vorübergehend oder auf Dauer bestehen und von nur geringem sexuellen Interesse bis vollkommenem Widerwillen reichen.

Sowohl körperliche als auch seelische Ursachen können zu sexueller Unlust führen.

In vielen Partnerschaften ist es so, dass ein Partner mehr Lust hat als der andere. Wenn derjenige, der mehr Lust hat, Druck macht und den Geschlechtsverkehr von seinem Partner fordert, besteht die Gefahr, dass die sexuelle Unlust des Partners noch größer wird.

Er fühlt sich verpflichtet, „Lust haben zu müssen“, zweifelt an sich, wird wütend auf den Partner, hat Angst, ihn zu verlieren, etc.

Vielleicht lässt er sich sogar „breitschlagen“ und es kommt widerwillig zum Geschlechtsverkehr. 

Dann kommen möglicherweise Schmerzen beim Verkehr dazu, was die sexuelle Lustlosigkeit wiederum verstärkt.

Es gibt immer einmal wieder Untersuchungen, wie viel Lust normal ist und wie oft Paare durchschnittlich pro Woche miteinander schlafen. Daraus können wir jedoch nichts für uns und unsere Partnerschaft ableiten.

Wir müssen uns mit unserem Partner arrangieren. Zu argumentieren und zu fordern, dass er mehr Lust haben sollte oder uns gekränkt zu fühlen, weil er „mal wieder keine Lust“ hat, ist nicht hilfreich.

Umgekehrt, jegliche Berührung zu vermeiden, aus Angst, der Partner könnte dann Lust bekommen, oder sich immer neue Ausreden einfallen zu lassen, führt ebenfalls zu keiner Lösung.

Hilfreich ist es, sich zu fragen: Was brauche ich, um (wieder) mehr Lust zu haben?

Wenn wir uns selbst mit der Häufigkeit des sexuellen Kontaktes zufrieden fühlen, können wir uns fragen: Was kann ich tun, um meinen Partner in anderer Form als durch den Geschlechtsverkehr zu befriedigen?

Manchmal verbirgt sich hinter der sexuellen Lustlosigkeit ein ganz anderer Konflikt mit dem Partner, an dem wir ansetzen müssen.

Widerwillen gegen die Sexualität kann auch die Folge einer traumatischen sexuellen Erfahrung sein. In diesem Fall, ebenso wie bei Depressionen, ist eine Psychotherapie anzuraten.

Bei einer körperlichen Erkrankung wie z.B. einer Hormonstörung ist der Frauenarzt der richtige Ansprechpartner.


Dr. Doris Wolf
Dr. Doris Wolf

Vielen Dank, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Schon immer hatte ich ein offenes Ohr für die Sorgen anderer. Deshalb war es mein Herzenswunsch, als Psychotherapeutin zu arbeiten.

Was mich besonders motiviert ist der Wunsch, dass Menschen ihre Fähigkeit entdecken, besser mit sich und anderen auszukommen. Das ist auch das Ziel meiner Ratgeber.

Einen Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit finde ich im Nordic Walking, dem Jin Shin Jyutsu und der Kuchenbäckerei.


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