Zutaten und Grundlagen einer guten Beziehung
Geheimnis glücklicher
Partnerschaft
Phasen einer Beziehung - Partnerschaft
Das 1 x 1 einer guten Partnerschaft
Themen Partnerschaft
Beziehungsprobleme vermeiden
Anzeichen für eine Beziehungskrise
Verhaltensweisen, die zu
Beziehungsproblemen
führen
Emotionale Erpressung
Beziehungsprobleme durch Kinder
Beziehungsprobleme durch Eifersucht
Beziehungsprobleme durch falsche Erwartungen an den Partner
Streiten Partnerschaft
Mobbing in der Partnerschaft
Schweigen in der Partnerschaft
Eheberatung bei Eheproblemen
Liebe - was ist das?
Woran erkenne ich, dass mein Partner mich liebt?
Liebeskummer
Sexualität Partnerschaft
Single
Partnersuche
Tipps für Single-Frauen auf Partnersuche
Die Suche nach einem Partner beginnt bei uns
Partnersuche nach Trennung
Probleme, Partner zu finden
Der richtige Partner - wie erkennen?
Test für Singles
Partnerschaftstests
Nach dem Fremdgehen wieder vertrauen
Gehen oder bleiben?
Paartherapie
Trennung auf Zeit
Neuanfang mit Ex
Gründe, die gegen eine Trennung sprechen
Die 8 größten Fehler, wenn Sie verlassen wurden
Trennungsschmerzen - was lindert, verstärkt sie?
Bereit für eine neue Beziehung? Test
Angst, sich zu trennen
Wie eine Beziehung beenden?
Ratgeber Scheidung
Trennung/Scheidung emotional bewältigen
Psychotherapeuten Suche Kassenpsychologen
Sex und Bedürfniss nach Häufigkeit
„Der Sex im ersten Jahr der Partnerschaft war leidenschaftlich. Wir konnten es kaum erwarten, allein zu sein, und fielen buchstäblich über einander her. Jeder Blick, jede Berührung, jeder Gedanke an meinen Mann erweckte Lust. Doch heute lasse ich alles nur über mich ergehen. Wenn es nach mir ginge, bräuchte ich gar nicht mehr mit meinem Mann zu schlafen“.
So oder ähnlich ergeht es vielen Frauen. Viele Frauen haben nach langer Partnerschaft nur noch selten Lust, mit ihrem Partner zu schlafen, oder erleben die Liebe ohne Orgasmus. Solange beide Partner damit einverstanden sind, keinen Sex oder nur noch selten Sex zu haben, und zum Alltag ausreichend Zärtlichkeit und auch Berührungen dazugehören, ist das kein Problem. Problematisch wird es dann, wenn nur die Frau oder nur der Mann über einen längeren Zeitraum keine Lust empfinden.
Die meisten Menschen glauben, dass sexuelles Verlangen rein körperlich bedingt ist. Ein Zuviel oder Zuwenig an Sexualhormonen führe dazu, dass das Verlangen zum Erliegen kommt oder exzessiv wird. In Wirklichkeit findet jedoch 90 % der Sexualität im Kopf statt. Durch lustvolle Phantasien erregen wir unseren Körper. Durch negative Phantasien haben wir keine Lust auf Sex oder empfinden gar Ekel davor.
Lust bekommen wir dann, wenn wir uns und unseren Körper akzeptieren, wenn wir dem Partner gegenüber Liebe und Vertrauen empfinden, wenn wir den Partner so attraktiv finden, dass wir ihn erobern wollen, wenn wir uns vorstellen, Spaß mit ihm zu haben, wenn wir uns von ihm begehrt fühlen, wenn wir uns Lust erlauben, wenn wir genügend Energie haben.
Lust lässt sich nicht per Knopfdruck oder Willensanstrengung erzwingen. Alles, was uns in eine negative Stimmung bringt, lässt die Lust schwinden. Gefühle wie Angst, Eifersucht, Wut, Depression, Trauer, Gekränktsein ersticken die Lust im Keim und verhindern, dass wir den Sex genießen können.
Wir benötigen erregende Gedanken, um Lust zu verspüren. Denken wir den Tag über daran, dass abends die Wäsche noch gewaschen, die Hausaufgaben der Kinder noch durchgesehen und der Dankesbrief an die Tante noch geschrieben werden müssen, dann können wir am Abend keine Lust verspüren, wenn der Partner zur Tür hereinkommt.
Besonders einflussreiche Lustkiller sind negative Gedanken wie:
Diese Gedanken führen dazu, dass wir uns unter Druck fühlen, uns ablehnen und Ekel empfinden. Zwingen wir uns, dennoch mit dem Partner zu schlafen, dann ist dies die sichere Garantie, keinen Spaß und keine Befriedigung empfinden zu können. Manchmal werden wir dann sogar Schmerzen beim Sex verspüren. Wir geraten in einen Kreislauf: Wir machen uns keine lustvollen Gedanken - fordern von uns, mit dem Partner zu schlafen - machen negative Erfahrungen - usw. Da ist es kein Wunder, dass wir immer weniger Lust empfinden und alles dafür tun, bei unserem Partner keine Lust auf Sex entstehen zu lassen. Wir täuschen eine Migräne vor, gehen lange vor ihm oder lange nach ihm ins Bett, tragen ein hochgeschlossenes Nachthemd, meiden Kuscheln und körperliche Nähe.
Immer dann, wenn wir beginnen, mit dem Sex unangenehme Erfahrungen zu verknüpfen, Sex als Pflichtübung ansehen und unsere Wünsche nicht mehr äußern, wirkt dies lusthemmend.
Daneben können auch Medikamente wie etwa Betablocker, Beruhigungsmittel, Blutfettsenker, Kortisonpräparate aber auch bestimmte Kombinationen von Gestagen und Östrogen Lustkiller sein.
Weitere Gründe, wenn wir keine Lust auf Sex haben, sind:
Natürlich trägt unser Partner auch viel dazu bei, ob wir uns nach Sex sehnen oder keine Lust auf Sex haben. Die meisten von uns haben keine Lust auf Sex, wenn
1. Akzeptieren Sie zunächst, dass Sie momentan keine Lust auf Sex haben. Dies ist kein Grund, sich zu verdammen. Es ist lediglich ein Hinweis, dass Sie aus irgendwelchen Gründen keine Lust mehr in sich wachrufen.
2. Suchen Sie nach den Ursachen, weshalb Sie keine Lust haben.
3. Sprechen Sie mit Ihrem Partner darüber, weshalb Sie keine Lust auf Sex haben und wie er Ihnen helfen kann, wieder mehr Lust zu verspüren.
4. Rufen Sie sich in Erinnerung, wie Sie sich zu Anfang Ihrer Beziehung in Stimmung gebracht haben. Wahrscheinlich haben Sie sich mit Ihrem Partner an einem romantischen Ort verabredet, frisch geduscht, ein aufregendes Parfum aufgelegt, sich in Ihr schönstes Outfit gestürzt. In der Phantasie haben Sie sich ausgemalt, wie Ihr Partner Sie berühren, küssen, streicheln wird, wie Sie ihn verführen werden. Und all dies hat Sie damals in Stimmung gebracht. Warum sollte es nicht auch heute ein klein wenig Zauber zurückbringen? Wichtig ist auch, sich zuzugestehen, dass Sie weniger häufig Lust wie Ihr Partner haben.
5. Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf das Genießen, einander nahe sein und sich etwas Gutes tun. Nicht jedes sexuelle Zusammensein muss zum Orgasmus kommen. Außerdem ist Ihr Körper keine Maschine. Wenn Sie einen anstrengenden Tag hinter sich haben, den Kindern bei den Schulaufgaben helfen und die Wohnung auf Vordermann gebracht haben, ist möglicherweise keine Energie mehr da für den Sex. Dann ist es lustvoller für Sie, sich ganz in Ruhe in den Sessel zu setzen und von niemandem gestört zu werden.
© 2010-2011 Dr. Doris Wolf - Keine Lust auf Sex
Kränkungen - Eifersucht - Respekt - Rituale - Routine - Missachtung - Erwartungen - Abwertung - Absprachen - Ablehnung