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Die 8 größten Fehler, die Sie machen können, wenn Ihr Partner Sie verlassen hat

Autorin: Dr. Doris Wolf, Psychotherapeutin

Eine Trennung ist ein schmerzhafter Prozess. Verlassen zu werden, bedeutet, Zuwendung, gemeinsame Aktivitäten, eine Zukunftsperspektive, materielle Sicherheit, Unterstützung und vieles mehr zu verlieren.

Verständlich, dass man, wenn man verlassen wird, mit allen erdenklichen Mitteln versucht, die Beziehung aufrecht zu erhalten bzw. wieder zum Laufen zu bringen.

Schauen Sie einmal in folgender Liste nach, welche Verhaltensweisen Sie von sich kennen.

Ich spreche der Einfachheit halber von „dem Partner, der seine Partnerin verlassen hat“, aber selbstverständlich verlassen auch Frauen ihre Männer.

Fehler Nr. 1: Sie buhlen um seine Liebe.

Sie beteuern Ihrem Ex-Partner immer wieder, wie sehr Sie ihn lieben und dass Sie ihm verzeihen.

Sie verhalten sich genauso, wie er es sich vielleicht von Ihnen immer gewünscht hat - ziehen sich z.B. nach seinem Geschmack an, wollen ihn mit Dessous verführen, kochen ihm sein Lieblingsessen, ...

Sie haben die Hoffnung, dass Ihr Ex, wenn er nur weiß, was alles in Ihnen steckt und wie sehr Sie ihn lieben, zu Ihnen zurückkehren wird.

Was Sie damit bewirken könnten:

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Ihr Ex-Partner lässt sich nicht auf Ihre Liebe ein und Sie fühlen sich minderwertig und klein. Vielleicht hassen Sie sich selbst für Ihre Unterwürfigkeit.

Fehler Nr. 2: Sie reagieren mit Wutausbrüchen und Racheakten.

Sie fühlen sich durch das Verhalten Ihres Ex-Partners so sehr verletzt, dass Sie ihm die Trennung heimzahlen wollen. Sie denken: Wie kann er mich einfach so verlassen, wo ich so viel für ihn getan und aufgegeben habe! Er soll nun spüren, wie es ist, auf so schäbige Art und Weise behandelt zu werden.

So suchen Sie nach seinen wunden Stellen, an denen Sie ihn treffen können.

Da kommen vielleicht sein Auto, die Steuererklärung oder eine wertvolle Sammlung in Frage.

Vielleicht schleudern Sie ihm auch Ihre Verachtung entgegen, indem Sie ihn immer wieder beschimpfen, böse Briefe schreiben oder vielleicht sogar schlagen.

Was Sie damit bewirken könnten:

Ihr Ex-Partner wird immer weiter von Ihnen weggetrieben. Er fühlt sich in seiner Entscheidung bestätigt, sich von Ihnen zu trennen.

Sie schämen sich nach jedem Wutausbruch, die Kontrolle über sich verloren zu haben.

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Fehler Nr. 3: Sie machen Ihren Ex-Partner in Ihrem Freundeskreis schlecht.

Sie denken: Wenn mein Partner mich schon verlassen musste, dann muss er mir zumindest unsere gemeinsamen Freunde lassen. Als einen Weg, dieses Ziel zu erreichen, sehen Sie es, Ihre Freunde über die miesen Seiten Ihres Ex-Partners aufzuklären.

Sie lassen kein gutes Haar an ihm und erwarten, dass Ihre Freunde ihn genauso schlecht sehen wie Sie und auf Ihrer Seite stehen.

Oder Sie erwarten von ihnen, wenn sie wirklich ihre Freunde sind, dann sollen sie ihm die Meinung sagen und sich von ihm zurückziehen.

Was Sie damit bewirken könnten:

Ihre Freunde fühlen sich in Ihrer Gegenwart unwohl, denn es geht nur noch um Ihren Ex-Partner.

Vielleicht bitten Sie diese, dass sie mal mit Ihrem Ex-Partner reden und ihm mitteilen sollten, wie sehr Sie ihn lieben.

Oder aber sie sollen ihm mal sagen, wie schlecht er Sie behandelt hat. Ihre Freunde aber tun sich schwer, ihren Freund auf einmal in schlechtem Licht zu sehen.

Sie wollen sich nicht zum Vermittler zwischen Ihnen und Ihrem Ex-Partner machen lassen.

Außerdem möchten sie sich nicht Ihretwegen von ihm zurückziehen.

Möglicherweise ziehen sich Ihre Freunde deshalb von Ihnen zurück.

Fehler Nr. 4: Sie gehen mit ihm ins Bett.

Sie versuchen Ihren Ex-Partner zurückzugewinnen, indem Sie ihn verführen.

Zum einen bedeutet der Sex mit ihm für Sie, dass er Sie doch noch in irgendeiner Weise liebt.

Zum anderen fühlen Sie sich in Ihrem Selbstwert aufgebaut, weil Sie ja dann doch nicht so unattraktiv sein können, wie Sie denken.

Was Sie damit bewirken könnten:

Wenn Ihr Ex-Partner auf Ihr sexuelles Angebot eingeht und dennoch bei der Trennung bleibt, dann fühlen Sie sich benutzt.

Sie machen sich Vorwürfe und ekeln sich vielleicht sogar vor sich. Wenn er Ihr Angebot zurückweist, fühlen Sie sich verletzt und gedemütigt.

Fehler Nr. 5: Sie wollen gute Freunde bleiben.

Wenn Sie Ihren Partner schon nicht als Partner behalten können, so wollen Sie ihn wenigstens als Freund behalten.

Und wer weiß, vielleicht kommt er dann doch wieder auch als Partner zurück. Das sind Ihre Gedanken.

Was Sie damit bewirken könnten:

Ihr Ex-Partner geht vielleicht auf Ihren Vorschlag ein, denn dann braucht er sich keine Schuldgefühle mehr machen, Sie verlassen zu haben.

Es gibt ja schließlich auch ein paar bequeme Seiten für ihn, wenn man gut Freund bleibt.

Für Sie entsteht jedoch ein großes Problem. Sie können nicht so einfach von einer Liebesbeziehung auf eine Freundschaft umschalten.

Es wird für Sie so sein, als ob man in einer großen Wunde bohrt. Immer wieder keimt Hoffnung auf und immer wieder verspüren Sie Schmerz, wenn er Sie nur wie eine Freundin behandelt.

Fehler Nr. 6: Sie halten den Kontakt zu ihm aufrecht.

Sie wollen Ihren Ex-Partner auf gar keinen Fall ganz verlieren. Deshalb überlegen Sie sich, wie Sie ihn weiter an sich binden können.

So bieten Sie diesem weiterhin Ihren Service und Ihre Unterstützung an. Sie waschen z.B. seine Wäsche oder sorgen dafür, dass sein Auto gut gewartet wird. Sie halten den Kontakt zu seinen Eltern oder pflegen diese sogar weiterhin.

Was Sie damit bewirken könnten:

Ihr Ex-Partner nimmt schlimmstenfalls Ihr Angebot an und nutzt Sie aus. Sie fühlen sich ausgenutzt.

Ihr Schmerz, den Sie beim Wiedersehen immer wieder erleben, bleibt weiter bestehen.

Sie sitzen in der Falle. Sie können ihn weder ganz bekommen, noch sich von ihm lösen.

Fehler Nr.7: Sie benutzen die Kinder, um ihn gefühlsmäßig zu treffen.

Wenn die Kinder bei Ihnen leben und Ihr Ex-Partner an diesen hängt, so betrachten Sie die Kinder als Schwert, um ihn zu treffen.

Sie halten sich z.B. nicht an Absprachen, wann er sie sehen darf, oder machen Ihren Ex den Kindern gegenüber schlecht.

Was Sie damit bewirken könnten:

Ihre Kinder fühlen sich zwischen Ihnen und Ihrem Ex-Partner hin und her gerissen. Sie leiden verstärkt unter der Trennung. Ihr Partner könnte sich deshalb ganz aus der Beteiligung an der Erziehung zurückziehen.

Fehler Nr. 8: Sie stürzen sich sofort in eine neue Beziehung.

Die Lücke, die die Trennung in Ihrem Leben hinterlassen hat, füllen Sie, indem Sie sich sofort auf einen neuen Partner einlassen.

Sie versprechen sich davon, dass Sie Ihr Selbstwertgefühl stärken und Ihrem Ex-Partner vielleicht auch noch eines auswischen können.

Was Sie damit bewirken könnten:

Sie vergleichen den neuen Partner ständig mit Ihrem Ex-Partner, denn in Wirklichkeit sind Sie noch nicht bereit für eine neue Partnerschaft. Im Grunde hat kein neuer Partner im Augenblick eine Chance.


Dr. Doris Wolf
Dr. Doris Wolf

Vielen Dank, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Schon immer hatte ich ein offenes Ohr für die Sorgen anderer. Deshalb war es mein Herzenswunsch, als Psychotherapeutin zu arbeiten.

Was mich besonders motiviert ist der Wunsch, dass Menschen ihre Fähigkeit entdecken, besser mit sich und anderen auszukommen. Das ist auch das Ziel meiner Ratgeber.

Einen Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit finde ich im Nordic Walking, dem Jin Shin Jyutsu und der Kuchenbäckerei.


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  1. Leserkommentar Ellen 18.01.2017

    Hallo Steffi, ich kann nachvollziehen, wie es dir geht. Mein mann hat mir nach 34 Jahren Ehe vor 6 Monaten gesagt, dass er mich nicht mehr liebt. Hab am Anfang gekämpft und damit so ziemlich alles falsch gemacht. Wir leben noch gemeinsam in unserem Haus, arbeiten zusammen in unserer Firma. Es ist schwer.

  2. Leserkommentar steffi 15.01.2017

    Hallo in die runde, ich bin vor 8 wochen von meinem ex verlassen worden und ich glaube ich habe die ersten wochen so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Leider. Ich dachte ich will es richtig machen und habe viele Ratgeber gelesen. Aber ich wollte auch gleichzeitig kämpfen und habe dadurch alles nur noch schlimmer gemacht. Was hab ich für Möglichkeiten alles nochmal gerade zu biegen?

  3. Leserkommentar Anna 09.01.2017

    Mein Mann hat mir gestern gesagt, dass er sich von mir trennt. Er liebt mich nicht mehr. Es ist keine Anziehungskraft mehr da. Es kam nicht völlig überraschend, trotzdem war es ein enormer Schock und so endgültig, dass es kaum zu bewältigen ist. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich bin völlig panisch und fühle mich mit einemmal komplett allein und hilflos. Ich liebe ihn nach wie vor sehr, trotz unserer Probleme. Er ist mein Leben. Immer gewesen. Ich habe wenig Freunde, weil ich schlecht Zugang zu Menschen finde. Was kann ich tun, um nicht in ein Riesenloch zu fallen? Ich habe mir schon Beratungsstellen gesucht und Termine vereinbart, aber nun sitze ich hier und kann mich kaum bewegen oder irgendetwas machen. Was tut man in den ersten Tagen, wenn die Angst und die Schmerzen so überwältigend sind? Im Bett liegen bleiben und einfach warten, dass es wieder vergeht?

  4. Leserkommentar Monika 24.12.2016

    Lieber Ronald, vielleicht hätte sich Ihre Liebste mehr Aufmerksamkeit bzw emotionale Nähe von Ihnen gewünscht statt große Taten... Ich kann leider nur aus eigener Erfahrung sprechen und ich muss sagen, dass ich beide Seiten verstehen kann. Ich wünsche Ihnen von Herzen alles Gute!

  5. Leserkommentar Ronald 18.12.2016

    Meine Frau hat mir im juni gesagt sie möchte sich trennen, ich möchte das nicht da wir gemeinsam 2 süsse kinder haben die an uns hängen, wir gemeinsam unser traunhaus gebaut haben und nur weil meine frau sich die letzten 6 Jahre um andere Familienmitglieder gekümmert hat was ja auch sinnvoll war haben wir uns verloren, ich habe ihr den rücken frei gehalten, mache mein job auch den haushalt kümmere mich um die kinder intensiv,diese würden es nicht verkraften. Ich habe alles getan für jeden und für uns und nun soll ich einfach gehen

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