Hassgefühle in der Partnerschaft

Hass ist die stärkste Form von Abneigung zu der wir fähig sind. Auch in Partnerschaften kann dieses Gefühl auftreten.

Hassgefühle in der Partnerschaft
© Andrew Ruiz, unsplash.com

Hass ist die stärkste Form von Abneigung, zu der wir fähig sind. Auch in Partnerschaften kann dieses Gefühl auftreten. Manche Paare pendeln zwischen Hass und Liebe. Liebe kann sich im Laufe einer Partnerschaft in Hass verwandeln. Hass kann dazu führen, dass wir uns von unserem Partner trennen. Damit muss der Hass nicht zu Ende sein. Auch Jahre nach einer Trennung kann der Hass gegenüber dem Ex-Partner immer noch auflodern. Viele Menschen denken, dass Hass das Gegenteil von Liebe sei. In Wirklichkeit ist es sowohl bei der Liebe als auch beim Hass so, dass unser Partner im Zentrum der Aufmerksamkeit steht. Hass hat also nichts damit zu tun, dass wir uns von unserem Partner lösen. Gleichgültigkeit ist der Gegenpol von Liebe und von Hass. Hier sind wir frei für eine neue Partnerschaft.

Hass entsteht, wenn wir bestimmte Verhaltensweisen oder Eigenheiten unseres Partners ablehnen. Z.B. haben wir eine Abneigung gegen seine stundenlangen Computerspiele oder seine Sammelwut. Wir betrachten das Verhalten des anderen als Angriff oder Abwertung: „Der andere tut uns etwas an“. Sein Verhalten ist für uns ein Maßstab für seine Liebe. Ändert er es nicht, bedeutet dies, dass wir ihm nicht wichtig sind. Gegen diese Kränkung wissen wir uns oft nur mit Rachegedanken und auch Taten zu wehren. Unser Partner andererseits fühlt sich dann von uns nicht akzeptiert oder bevormundet. Aus Trotz und Rebellion führt er sein Verhalten meist fort. Unser Hass hat nicht nur negative Auswirkungen auf unseren Partner sondern auch auf uns selbst. Wenn wir hassen, konzentrieren wir uns auf das Verhalten, das uns stört. Immer verwundbarer werden wir an diesem Punkt. Wir sind angespannt, unruhig, gereizt, fühlen uns hilflos und als Opfer. Hass kann uns zu einem Verhalten veranlassen, das uns selbst schadet.

Hass - wie entsteht er?

Wie Hassgefühle gegenüber dem Partner abbauen?

  • Formulieren Sie ganz konkret, welche Verhaltensweise Sie an Ihrem Partner stört.
  • Weshalb stört Sie diese Verhaltensweise? Was glauben Sie, entgeht Ihnen oder verlieren Sie dadurch?
  • Könnte es andere Gründe für das Verhalten Ihrer Partners geben, als dass er es GEGEN Sie tut?
  • Welche Lösungsmöglichkeiten gibt es für diese Situation? Können Sie eine Lösung finden, die Ihre Bedürfnisse und die Ihres Partners befriedigt? Sprechen Sie mit Ihrem Partner darüber.
  • Prüfen Sie, ob die Verhaltensweise wirklich eine solche Bedeutung für Ihr Leben hat oder ob es einfach nur schön wäre, wenn Ihr Partner sich nach Ihren Vorstellungen verhalten würde.
  • Was könnten Sie gewinnen und was verlieren, wenn Sie das Verhalten Ihres Partners akzeptierten?
  • Rufen Sie sich in Erinnerung, was Sie zu Beginn Ihrer Partnerschaft alles an Ihrem Partner liebten und welche Eigenschaften und Verhaltensweisen Sie heute noch an ihm lieben.

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