Mein Mann hat eine Geliebte

Mein Partner hat eine Geliebte bei der er schläft. Sie wäscht auch seine Kleidung. Mich und unsere Tochter möchte er aber nicht verlieren. Hat unsere Ehe noch einen Sinn?

Mein Mann hat eine Geliebte
© PAL Verlag

Isabel schildert folgendes Problem:

Vor 13 Jahren habe ich die Liebe meines Lebens kennengelernt und geheiratet. Mein Partner war zuvor bereits zweimal verheiratet. Nun hat er eine Geliebte, bei der er schläft. Sie wäscht auch seine Kleidung. Mich und unsere Tochter möchte er aber nicht verlieren.  

Er sagt, dass ihm die Frau gut tun würde und er die Beziehung nicht so einfach beenden könnte. Jetzt erzählt er auch öffentlich, dass er eine Freundin hat. Hat denn unsere Ehe noch einen Sinn? Ist er überhaupt beziehungsfähig?

Dr. Doris Wolf antwortet:

Ob Ihre Ehe noch einen Sinn hat, das ist etwas, das nur Sie beurteilen können. Ich denke mir, dass es nicht Ihr Lebensmodell ist, quasi als Nebenfrau zu fungieren. Die Partnerschaft, in die Sie eingewilligt haben, der Partner, in den Sie sich verliebt haben, das existiert in dieser Form nicht mehr.

In jeder Partnerschaft gibt es mal Krisen und Zeiten, in denen man sich weniger zu sagen hat oder es viele Unstimmigkeiten gibt. Ihr Partner hat mit Ihnen jedoch leider nicht darüber gesprochen, sondern sich auf eine andere Frau eingelassen, mit der er vermutlich im Augenblick noch keine Probleme hat.

Es ist verständlich, dass es ihm nun schwer fällt, sich von seiner Geliebten zu lösen. Doch kann dies nicht Ihr Problem sein. Sie wollen Ihre Familie retten bzw. eine neue Chance für Ihre Familie.

Nur wenn Ihr Partner es ernst meint und sich von seiner Geliebten trennt, können sie beide herausfinden, ob sie noch eine gemeinsame Basis haben. Wenn er ein Doppelleben führt, wird er nicht zu einer Entscheidung kommen können.

Es ist für ihn wahrscheinlich angenehm, alles zu gewinnen und nichts verlieren zu müssen. Ob Ihr Partner beziehungsfähig ist oder nicht, das kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. Er hat jedoch auf jeden Fall noch zu lernen, über seine Bedürfnisse zu sprechen und Konflikte auszudiskutieren. Vielleicht hat er auch nur eine geringe Frustrationstoleranz.

Für Sie ist jetzt wichtig, ihm auch durch Ihr Verhalten deutlich zu machen, dass Sie so nicht mit ihm leben möchten. Wenn er die Partnerschaft weiterführen möchte, dann muss er auch alle Aufgaben übernehmen, die ein Partner hat. Er muss auch die Trauer aushalten, die die Trennung von seiner Geliebten nach sich zieht.

Vielleicht können Sie sich beide zu einer Paartherapie entscheiden, um herauszufinden, ob es einen gemeinsamen Weg gibt.

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