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Dem Partner drohen

Autorin: Dr. Doris Wolf, Psychotherapeutin

Drohungen sind ein Instrument, mit dem wir versuchen, unseren Partner zu beeinflussen.

Mit einer Drohung wollen wir ihn einschüchtern und veranlassen, sich nach unseren Vorstellungen zu verhalten.

Wir drohen ihm etwas Schlimmes an, was ihm widerfahren wird, wenn er sich nicht nach unseren Vorstellungen verhält.

So kann z.B. im Streit die Drohung fallen, dass wir unseren Partner verlassen, dass er sich in Zukunft nicht mehr auf unsere Hilfe verlassen kann oder wir uns das Leben nehmen.

Hilfen von Dr. Doris Wolf, um Kritik nicht mehr persönlich zu nehmen

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Drohungen können aus einem Gefühl der Hilflosigkeit heraus entstehen. Wir wissen nicht, wie wir anders unserem Partner „beikommen“ können.

Drohungen können auch ein Ausdruck von Macht sein: „Du wirst schon sehen, was du davon hast. Ich bin der Stärkere“.

Kränkungs- und Minderwertigkeitsgefühle können ebenfalls dazu führen, dass wir unseren Partner durch eine Drohung unter Druck setzen wollen.

Das Problem bei Drohungen ist, dass sie meist nicht das bewirken, was wir erreichen möchten.

Im günstigsten Fall ist unser Partner eingeschüchtert und erfüllt unsere Erwartungen. Er handelt jedoch nicht aus Einsicht oder Liebe sondern aus Angst. 

Er könnte aber auch darauf reagieren, indem er aus Wut heraus auf die Drohung eingeht und erwidert: „Ich brauche dich nicht. Dann geh halt.“

Wenn wir schon öfter mit Trennung gedroht haben, wird dieses Schwert stumpf. Unser Partner glaubt uns nicht mehr, sondern hält unsere Drohungen für pures Säbelgerassel.

Drohen wir unserem Partner mit körperlicher Gewalt und er ist der Schwächere, dann wird sein Vertrauen in uns vollkommen zerstört.

Drohungen sind kein geeignetes Mittel, um unsere Ziele zu erreichen UND die Liebe zu erhalten.

Sind wir nicht Täter sondern Opfer von Drohungen, dann wissen wir nur zu gut, wie sich das in unseren Gefühlen niederschlägt. 

Wenn wir nicht die Kraft haben, uns aus dieser krankmachenden Partnerschaft zu lösen, werden wir mit Angst, Selbstzweifeln, Depressionen, Hass oder Selbsthass reagieren.

Wenn wir eine Drohung formulieren, dann sollten wir ernst meinen, was wir sagen, d.h. die Drohung auch wahrmachen, wenn es nötig ist. Sonst sind wir unglaubwürdig.

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Dr. Doris Wolf
Dr. Doris Wolf

Vielen Dank, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Schon immer hatte ich ein offenes Ohr für die Sorgen anderer. Deshalb war es mein Herzenswunsch, als Psychotherapeutin zu arbeiten.

Was mich besonders motiviert ist der Wunsch, dass Menschen ihre Fähigkeit entdecken, besser mit sich und anderen auszukommen. Das ist auch das Ziel meiner Ratgeber.

Einen Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit finde ich im Nordic Walking, dem Jin Shin Jyutsu und der Kuchenbäckerei.


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