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Hassgefühle in der Partnerschaft

Autorin: Dr. Doris Wolf, Psychotherapeutin

Hass ist die stärkste Form von Abneigung, zu der wir fähig sind. Auch in Partnerschaften kann dieses Gefühl auftreten. Manche Paare pendeln zwischen Hass und Liebe.

Liebe kann sich im Laufe einer Partnerschaft in Hass verwandeln. Hass kann dazu führen, dass wir uns von unserem Partner trennen.

Damit muss der Hass nicht zu Ende sein. Auch Jahre nach einer Trennung kann der Hass gegenüber dem Ex-Partner immer noch auflodern.

Viele Menschen denken, dass Hass das Gegenteil von Liebe sei. In Wirklichkeit ist es sowohl bei der Liebe als auch beim Hass so, dass unser Partner im Zentrum der Aufmerksamkeit steht.

Hass hat also nichts damit zu tun, dass wir uns von unserem Partner lösen. Gleichgültigkeit ist der Gegenpol von Liebe und von Hass. Hier sind wir frei für eine neue Partnerschaft.

Hass entsteht, wenn wir bestimmte Verhaltensweisen oder Eigenheiten unseres Partners ablehnen. Z.B. haben wir eine Abneigung gegen seine stundenlangen Computerspiele oder seine Sammelwut.

Wir betrachten das Verhalten des anderen als Angriff oder Abwertung: „Der andere tut uns etwas an“.

Sein Verhalten ist für uns ein Maßstab für seine Liebe. Ändert er es nicht, bedeutet dies, dass wir ihm nicht wichtig sind.

Gegen diese Kränkung wissen wir uns oft nur mit Rachegedanken und auch Taten zu wehren. Unser Partner andererseits fühlt sich dann von uns nicht akzeptiert oder bevormundet. Aus Trotz und Rebellion führt er sein Verhalten meist fort.

Unser Hass hat nicht nur negative Auswirkungen auf unseren Partner sondern auch auf uns selbst. Wenn wir hassen, konzentrieren wir uns auf das Verhalten, das uns stört.

Immer verwundbarer werden wir an diesem Punkt. Wir sind angespannt, unruhig, gereizt, fühlen uns hilflos und als Opfer. Hass kann uns zu einem Verhalten veranlassen, das uns selbst schadet.

Hass - wie entsteht er?

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Wie Hassgefühle gegenüber dem Partner abbauen?


Dr. Doris Wolf
Dr. Doris Wolf

Vielen Dank, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Schon immer hatte ich ein offenes Ohr für die Sorgen anderer. Deshalb war es mein Herzenswunsch, als Psychotherapeutin zu arbeiten.

Was mich besonders motiviert ist der Wunsch, dass Menschen ihre Fähigkeit entdecken, besser mit sich und anderen auszukommen. Das ist auch das Ziel meiner Ratgeber.

Einen Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit finde ich im Nordic Walking, dem Jin Shin Jyutsu und der Kuchenbäckerei.


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