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Die Suche nach dem richtigen Partner

Autorin: Dr. Doris Wolf, Psychotherapeutin

Mehr oder weniger bewusst haben wir alle ein Bild vor Augen, wie unser idealer Partner aussehen soll.

Der Einfachheit halber spreche ich im Folgenden von „dem richtigen Partner“, meine damit aber auch „die richtige Partnerin“, die man finden möchte.

Dieses Bild bzw. die Eigenschaften, die unser Partner besitzen soll, können sich im Verlauf unseres Lebens auch verändern.

Während unser Schwerpunkt in der Pubertät meist auf dem Aussehen unseres Partners liegt, „sie soll süß aussehen, er soll einen knackigen Po haben ....“ , sind uns später seine Eigenschaften und Fähigkeiten zumindest genauso wichtig.

Die meisten von uns haben den Wunsch, gleich wenn wir die erste Partnerschaft eingehen, auch den richtigen Partner zu wählen.

Besonders dann, wenn wir heiraten, soll es die erste und letzte Heirat sein.

Doch was genau meinen wir mit „dem Richtigen“? Woran merken wir, dass er der Richtige ist?

Viele Antworten können wir auf diese Frage geben. Beispielsweise:

„Er ist der Richtige, wenn ich verliebt in ihn bin.“

Für viele gilt Verliebtsein oder Liebe auf den ersten Blick als untrüglicher Beweis für den richtigen Partner.

Doch dieses Verliebtsein kann uns auch in die Irre führen, denn es entsteht, wenn uns der Auserwählte an positive Erfahrungen in der Vergangenheit erinnert.

Für die Zukunft müssen die Merkmale, die unser Liebesradar zum Klingen bringen, aber nicht unbedingt wichtig für uns sein.

„Er ist der Richtige, wenn er mir gefällt.“

Auch seine Attraktivität ist nicht unbedingt ein sicheres Kennzeichen für den richtigen Partner.

Zum einen verändert sie sich mit zunehmendem Alter. Vielleicht ändert sich auch unser Geschmack.

Und was noch entscheidender ist, allein das gute Aussehen ist keine Garantie für eine glückliche Partnerschaft.

„Er ist der Richtige, wenn er mich liebt.“

Es ist schmeichelnd und wohltuend, geliebt zu werden. Sofern der Partner jedoch seine Liebe an Bedingungen und Erwartungen knüpft, wird sie, wenn wir nicht (mehr) seinen Vorstellungen entsprechen, nachlassen.

Unsere Liebe wiederum wird nachlassen, wenn wir Eigenschaften am Partner entdecken, die uns nicht gefallen.

„Er ist der Richtige, wenn er alle meine Erwartungen und Vorstellungen erfüllt.“

Diese Einstellung führt möglicherweise dazu, dass wir überhaupt erst gar keine Partnerschaft eingehen, weil wir niemanden finden, der alle Punkte unserer "Wunschliste" erfüllt.

Oder aber wir erfahren erst im Verlauf unserer Partnerschaft, dass er einigen unserer Forderungen nicht nachkommt.

Es ist nämlich 100% unwahrscheinlich, dass es einen Partner gibt, der alle unseren Erwartungen entspricht.

Wenn all diese Kriterien uns nicht auf den richtigen Partner hinweisen, was aber bleibt uns dann, um herauszufinden, welcher der richtige Partner für uns ist?

Ich möchte Ihnen drei Fragen vorschlagen, deren Antworten Ihnen eine kleine Orientierung geben können. Beginnen Sie bei sich. Fragen Sie sich:

Was möchte ich vom Leben?

Welches sind meine wichtigsten Ziele? (z.B. Familie, Karriere, Kampf für eine bessere Welt ...)

Welches sind meine wichtigsten Wertvorstellungen? (z.B. Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, Freundschaft ...)

Die Antworten auf diese Fragen können gleichzeitig Kompass für Ihre Partnersuche sein.

Suchen Sie nach einem Reisegefährten, der Sie im Leben begleitet und dieselben Ziele wie Sie hat.

Wenn Sie dieselben Ziele und Werte wie Ihr Partner haben, dann gibt es schon einmal keinen Streit um große Entscheidungen.

Wenn er Ihre wichtigsten Wertvorstellungen und Ziele teilt, dann ist das fast schon eine Garantie, gemeinsam und glücklich durchs Leben zu gehen.

Alle anderen Merkmale sind dann nur schmückendes Zubrot.

Diese Fragen machen auch deutlich, dass der Partner nicht derjenige ist, der zuständig ist für Ihre gesamte Zufriedenheit. Sie erlangen zu Zufriedenheit, indem Sie gemeinsam Ziele verwirklichen.

Schauen Sie sich auch meine Artikel an: Die Suche nach einem Partner beginnt bei uns. Woran erkennen, dass der neue Partner schadet?

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Angst, an den Falschen zu geraten und ausgenutzt zu werden

Leserfrage:

Seit Jahren gerate ich immer an die falschen Männer. Ich wurde z.B. angelogen, dass der Mann Single wäre, und dann stellte sich heraus, dass er verheiratet ist.

Finanziell wurde ich auch schon ausgenützt. Inzwischen habe ich schon Angst vor jedem neuen Kontakt. Wie schütze ich mich vor einem Reinfall?

Ich habe darauf geantwortet:

Letztendlich ist für eine neue Partnerschaft Vertrauen nötig. Dennoch darf man sich auch kleine Vorsichtsmaßnahmen ausdenken.

Versuchen Sie auf jeden Fall etwas über die Lebensgeschichte des neuen Partners in Erfahrung zu bringen.

Je mehr Sie wissen, desto besser können Sie ihn einschätzen. Welche Probleme hatte er z.B. mit den Partnerinnen vor Ihnen? Wodurch gingen die Partnerschaften in die Brüche?

Schauen Sie sich auch seine Ursprungsfamilie an. Welche moralischen Regeln gibt es dort? Welche Stellung hat er dort? Hat er überhaupt noch Kontakt zu seiner Familie?

Alarmglocken sollten läuten, wenn er Ihnen seinen Familien- und Freundeskreis vorenthält. Achten Sie auch darauf, dass Sie und Ihr Partner sich zu gleichen Teilen finanziell einbringen.

Da Sie, wenn Sie frisch verliebt sind, wenig objektiv sein können, macht es Sinn, Ihre Freundinnen zu befragen, wie der neue Partner auf sie wirkt.

Neben diesen Vorsichtsmaßnahmen ist es auch wichtig, dass Sie Ihre Einstellungen zu einem Partner einmal genauer anschauen.

Sie sind gefährdet, auf falsche Zeitgenossen hereinzufallen, wenn Sie um jeden Preis einen Partner haben möchten.

Erinnern Sie sich daran: Sie sind nicht weniger wert ohne einen Partner. Sie haben es verdient, dass Ihr Partner Sie rücksichtsvoll behandelt.

Analysieren Sie einmal bewusst, auf welche Männer Sie fälschlicherweise angesprungen sind. Was war für Sie im ersten Moment anziehend?

Es könnte z.B. sein, dass Sie Liebe mit dem Ringen um Liebe verwechseln, weil Sie in Ihrer Kindheit immer um Zuwendung kämpfen mussten.

Männer, die es gut mit Ihnen meinen, wirken dann eher langweilig auf Sie.

Hier könnte es dann eine neue Erfahrung für Sie sein, einem eher „langweiligen“ Mann eine Chance zu geben.


Dr. Doris Wolf
Dr. Doris Wolf

Vielen Dank, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Schon immer hatte ich ein offenes Ohr für die Sorgen anderer. Deshalb war es mein Herzenswunsch, als Psychotherapeutin zu arbeiten.

Was mich besonders motiviert ist der Wunsch, dass Menschen ihre Fähigkeit entdecken, besser mit sich und anderen auszukommen. Das ist auch das Ziel meiner Ratgeber.

Einen Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit finde ich im Nordic Walking, dem Jin Shin Jyutsu und der Kuchenbäckerei.


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