Eheprobleme aufgrund unterschiedlicher Vorstellung von Ordnung und Unordnung
Ordnung und Unordnung sind keine eindeutigen Begriffe. Jeder Mensch hat einen eigenen Maßstab, was er als ordentlich und unordentlich ansieht. Und jeder Mensch hat auch eine Grenze, ab wann er sich unwohl fühlt und aktiv wird, um die Unordnung zu beheben.
Treffen in einer Partnerschaft zwei Menschen aufeinander, deren Maßstäbe bzgl. Ordnung und Unordnung weit auseinander liegen, dann gibt es reichlich Konfliktstoff. Ob und wie stark Probleme auftreten, hängt dann davon ab, wie beide Partner reagieren.
Eheprobleme entstehen, wenn
- der "ordentliche" Partner sich über den "unordentlichen" zwar im Stillen ärgert, aber dessen Unordnung ohne Aufbegehren über einen langen Zeitraum wegräumt. Er fühlt sich mit der Zeit jedoch ausgenutzt und missachtet. Es besteht die Gefahr, dass er irgendwann explodiert.
- der "ordentliche" Partner vom "unordentlichen" fordert, dass er nach seinem Maßstab Ordnung hält; wenn er beginnt, zu nörgeln, ihn zu beschimpfen, ihm Vorwürfe zu machen, zu drohen, oder gar zu "Strafmaßnahmen" übergeht, wie z.B. dem Partner seine nicht in den Wäschekorb gelegten Socken wegzuwerfen.
- der "unordentliche" Partner dem "ordentlichen" z.B. Pedanterie, Zwänglichkeit oder Spießbürgertum vorwirft und absichtlich weiterhin Unordnung verbreitet.
- es zu einem Machtkampf kommt, weil jeder der beiden Partner behauptet, das richtige Maß an Ordnung bzw. Unordnung zu haben.
Weitere Informationen zum Eheproblem Ordnung Unordnung
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