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Ein Kind verändert die Beziehung in vielerlei Hinsicht - im positiven wie im negativen. Bild © detailblick - Fotolia.com
Autorin: © Dr. Doris Wolf, Diplom-Psychologin
"... und dann bekamen sie ein Kind und ihr Glück wurde noch größer", so wünschen es sich alle werdenden Eltern. Doch in der heutigen Zeit sind die Veränderungen sehr groß, die auf junge Eltern zukommen. Ein Kind ist nicht nur eine Quelle des Glücks, es kann eine Partnerschaft auch stark bedrohen. Deshalb beantworte ich einige Fragen, die mir werdende Eltern immer wieder stellen.
Dies lässt sich nur schwer beantworten. Viele Faktoren spielen hier hinein. Zum einen ist dies abhängig von der Einstellung der Eltern und deren Reife.
Schwierig wird es z.B., wenn nur einer der beiden Partner das Kind wollte und das Paar sich nicht auf die Veränderungen vorbereitet hat. Negativ wirkt sich auch aus, wenn einer oder beide Partner nicht gut darin sind, Konflikte anzusprechen und zu lösen.
Die Beziehung zueinander und der Alltag verändert sich durch ein Baby grundlegend: Das Kind steht im Vordergrund. Man isst, spricht und schläft weniger miteinander. Dafür streitet man mehr.
Der Kontakt zu Freunden reduziert sich, das Geld wird vielleicht knapper. Der sexuelle Kontakt wird weniger - zumindest in der ersten Zeit. Das Kind stört beim Sex. Man kann nicht mehr uneingeschränkt in den Urlaub fahren oder ausgehen.
Man geht davon aus, dass 70 Prozent der Paare, die eine Trennungsberatung in Anspruch nehmen, wegen eines Babys auseinandergehen. In den ersten 1,5 bis 2 Jahren des Kindes und in der Pubertät ist die Beziehung besonders gefährdet.
Ja, in den ersten Jahren benötigt das Kind viel Zuwendung und muss versorgt werden. Die Partner müssen sich eine neue Arbeits/Rollenverteilung zulegen. Sie müssen auf vieles verzichten und ihr Leben grundsätzlich umstrukturieren.
Test für junge Eltern mit Kinderwunsch - Sind Sie bereit für ein Kind?
In der Pubertät gibt es sehr häufig Probleme damit, wie die Eltern mit dem rebellischen Jugendlichen umgehen, welche Forderungen an ihn gestellt werden und wie groß die elterliche Autorität noch ist.
Die Partner sollten sich Zeit zum Reden nehmen und über Enttäuschungen sprechen. Manchmal ist es auch hilfreich, sich mit Freunden austauschen oder einen Ratgeber von Eltern zu lesen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
© 2005-2013 Dr. Doris Wolf - Informationen für werdende Eltern
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