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In unserer Gesellschaft ist Selbstliebe verpönt, da sie häufig mit Egoismus, Eitelkeit und Narzismus verwechselt wird. Bei der Selbstliebe geht es jedoch nicht darum, sich als den Größten, Besten und Wertvollsten anzusehen und auf andere herabzuschauen.
Sich selbst lieben bedeutet in erster Linie, sich selbst dieselbe Wertschätzung entgegenzubringen wie einem gutem Freund.
Für eine harmonische und dauerhafte Partnerschaft ist die Selbstliebe sehr wichtig. Wenn wir nämlich gering von uns denken und uns ablehnen, dann sind wir mit uns und unserem Leben unzufrieden, fühlen uns häufig angegriffen und verletzt, neigen zu Depressionen und/oder Ärger, haben ein übersteigertes Bedürfnis nach Anerkennung (insbesondere von unserem Partner), neigen zu Eifersucht, haben häufig Schuldgefühle, machen dem Partner Vorwürfe, er sei egoistisch, usw. Unsere emotionale Unausgeglichenheit ist keine gute Basis für eine harmonische und dauerhafte Beziehung.
Hinzukommt, dass wir nur geben können, was wir besitzen. Wenn wir keine Liebe in uns spüren, weil wir uns ablehnen, dann können wir auch dem Partner keine Liebe geben. Wir erwarten von unserem Partner, dass er uns die Liebe gibt, die wir uns selbst nicht geben können.
Lehnen wir uns selbst ab, dann erleben wir vieles, was der Partner tut, als Angriff, Kritik und Zurückweisung. Wir werfen dann dem Partner vor, uns nicht (genügend) zu lieben, weil würde er uns lieben, dann würde er sich anders verhalten. Das muss zu Konflikten und Streit führen.
Nur wenige wissen, dass die Fähigkeit, andere zu lieben,
erst durch die Liebe zu sich selbst ermöglicht wird.
Wayne Dyer
In einer erfolgreichen Partnerschaft behandeln sich beide Partner selbst wie einen guten Freund, den man unterstützt und dem man Fehler verzeiht. Ihre Selbstliebe ermöglicht ihnen, auch ihren Partner zu lieben und zu unterstützen.
Liebe ist in erster Linie die Liebe zu sich selbst.
Deepak Chopra
Wenn wir erwarten, dass uns der Partner glücklich macht, dann ist die Beziehung zum Scheitern verurteilt. Wenn man nämlich dem Partner die Verantwortung für das eigene Glück gibt, dann ist man von ihm emotional abhängig. Und dadurch kommt es zwangsläufig zu Schuldzuweisungen und Vorwürfen, wenn dieser uns nicht glücklich macht - was er gar nicht kann.
Wir können einen anderen Menschen nämlich nicht glücklich machen. Jeder kann nur sich selbst glücklich machen, indem er im Einklang mit sich und seinen Bedürfnissen lebt und sich selbst liebevoll behandelt.
In welchen Momenten fühlst du dich mit dir ganz im Reinen?
Welche Gefühle hast du in diesen Momenten bei dem Gedanken an deinen Partner?
Wann fällt es dir am leichtesten, deinen Partner so anzunehmen, wie er ist?
Was könntest du tun, um häufiger das Gefühl zu haben, in dir zu ruhen?
Warte nicht darauf, bis andere dir das Gefühl geben, liebenswert zu sein. Lerne, dich selbst zu lieben und du fühlst dich liebenswert.
© 2005-2011 Dr. Doris Wolf - 1x1 einer guten Partnerschaft - Partnerschaft Lexikon - Selbstliebe
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