Gehen oder bleiben?

Grundlagen einer erfüllten Beziehung

Zutaten und Grundlagen einer guten Beziehung

Geheimnis glücklicher Partnerschaft

Phasen einer Beziehung Partnerschaft

Liebesbeweise

Partnerschaft beleben

Dem Partner verzeihen

Den Partner annehmen

Beziehungsprobleme Eheprobleme

Beziehungsprobleme vermeiden

Anzeichen für eine Beziehungskrise

Beziehungsprobleme - wodurch sie entstehen

Emotionale Erpressung

Beziehungsprobleme durch Kinder

Beziehungsprobleme durch Eifersucht

Beziehungsprobleme durch überzogene Erwartungen

Freund hat Bindungsangst

Streiten Partnerschaft

Mobbing in der Partnerschaft

Schweigen in der Partnerschaft

Partner lässt sich gehen

Eheprobleme Ursachen

Liebe, Sexualität Sexprobleme

Liebe - was ist das?

Woran erkenne ich, dass mein Partner mich liebt?

Liebeskummer

Sexualität Partnerschaft

Liebessucht Beziehungssucht

Wechseljahre Partnerschaft

Single Partnersuche

Single

Partnersuche

Tipps für Singles auf Partnersuche

Die Suche nach einem Partner beginnt bei uns

Partnersuche nach Trennung

Probleme, Partner zu finden

Der richtige Partner - wie erkennen?

Test für Singles

Partnerschaftstests

Seitensprung Fremdgehen

Anzeichen Seitensprung

Seitensprung

Nach dem Fremdgehen wieder vertrauen

Fremdgehen verzeihen

Hilfe bei Trennung und Scheidung

Gehen oder bleiben?

Paartherapie

Trennung auf Zeit

Neuanfang mit Ex

Gründe, die gegen eine Trennung sprechen

Die 8 größten Fehler, wenn Sie verlassen wurden

Trennungsschmerzen was lindert, verstärkt sie?

Bereit für eine neue Beziehung? Test

Angst, sich zu trennen

Wie eine Beziehung beenden?

Ratgeber Scheidung

Trennung/Scheidung emotional bewältigen

Ratgeber Selbstvertrauen

kalender bestseller

Weiterquälen, Gehen oder Kämpfen?

Hilfestellungen, wenn man die Beziehung in Frage stellt

Autorin: Dr. Doris Wolf, Diplom Psychologin

Nichts ist mehr von dem einstigen überschwänglichen Gefühl für unseren Partner geblieben. Stattdessen stellen wir die Partnerschaft in Frage: Gehen oder Bleiben - unsere Gedanken drehen sich im Kreis.

Das Gefühl sagt vielleicht "geh", der Verstand sagt "bleib". Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach.

Gestartet sind wir mit der besten Absicht, mit unserem Partner bis ans Lebensende zu gehen. Wir spürten Sehnsucht nach ihm, wollten am liebsten jede Minute mit ihm zusammen sein.

Leidenschaftlich liebten wir ihn und sehnten uns nach körperlicher Nähe mit ihm. Wir wollten alles von ihm wissen und unsere Gespräche dauerten endlos. Wir fühlten uns von ihm begehrt und unser Selbstbewusstsein wuchs in unbekannte Höhen.

Und heute? Da schweigen wir uns an oder nörgeln an ihm herum. Die Beziehung ist festgefahren. Vorbei die Zeit, in der Zärtlichkeiten ausgetauscht wurden und man dem anderen interessiert zuhörte.

Seine Stärken, die wir einstmals als besonders erstrebenswert ansahen, gehen uns auf den Geist. Unser körperliches Verlangen nach dem Partner hat sich in Luft aufgelöst.

Wir nehmen uns kaum noch Zeit für einander, ein gutes Gespräch, das uns die Nähe zum Partner spüren lässt, ist zur Rarität geworden.

Im besten Fall lebt man nur noch nebeneinander her. Im schlimmsten Fall finden Machtkämpfe mit erbitterten Streitereien und Vorwürfen statt.

Die Frage "Gehen oder bleiben?" "Soll ich mich trennen?" taucht immer öfter auf. Immer wieder malen wir uns aus, wie es wäre, wenn wir uns von ihm trennen würden.

Alles wäre doch so viel leichter, aber dann wären wir allein, müssten uns eine neue Bleibe suchen, hätten nicht mehr so viel Geld zur Verfügung, würden einen Teil der Freunde verlieren, hätten niemanden, der sich im Notfall um uns kümmert, ...

Angesichts dieser bedrohlichen Phantasien brechen wir dann gewöhnlich den Gedanken an eine Trennung ab und entscheiden uns resigniert und frustriert, zu bleiben. Wir nehmen den Spatz und träumen von der Taube.

Aus meiner Eheberatung: Soll ich bleiben oder gehen?

Gehen oder bleiben? Wie zu einer Entscheidung kommen?

Machen Sie den gehen-oder-bleiben-test. Dieser Test liefert Ihnen eine erste Antwort auf die Frage "Soll ich mich trennen oder um die Beziehung kämpfen?"

Aus meiner Eheberatung "Soll ich gehen? & Soll ich um die Partnerschaft kämpfen?

Lesen Sie die Informationen über Gründe, die gegen eine Trennung sprechen

Machen Sie zwei kleine Phantasiereisen:
Malen Sie sich möglichst lebendig aus, wie Ihr Leben in 10 Jahren aussehen würde, wenn Sie bei Ihrem Partner bleiben.
Wie würde Ihr Alltag aussehen?
Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie mit Ihrem Partner zusammen sind?
Wie wäre es um Ihr Selbstwertgefühl bestellt?
Wie würde Ihr Freundeskreis aussehen?
Was würden Sie und Ihr Partner gemeinsam genießen?
Welche Pläne mit Ihrem Partner hätten Sie verwirklicht?
Welche für Sie wichtigen Pläne hätten Sie nicht verwirklicht?
Was würden Sie von Ihrem Partner bekommen, das Ihnen gut tut oder Sie benötigen?
Worauf würden Sie wegen Ihrem Partner verzichten?

Und nun stellen Sie sich vor, wie Ihr Leben in 10 Jahren aussehen würde, wenn Sie sich jetzt von Ihrem Partner trennen.
Wie würde Ihr Alltag aussehen?
Wie würden Sie sich fühlen?
Wie wäre es um Ihr Selbstwertgefühl bestellt?
Wie würde Ihr Freundeskreis aussehen?
Hätten Sie sich beruflich verändert?
Wo würden Sie wohnen?
Welche Interessen und Aktivitäten hätten Sie entwickelt, auf die Sie bisher Ihrem Partner zuliebe verzichtet hätten?

Kämpfen Sie um Ihre Partnerschaft.
Ziehen Sie Bilanz: Notieren Sie sich: Wie sieht meine ideale Partnerschaft aus? Was davon ist jetzt verwirklicht? Worauf bin ich bereit zu verzichten und was brauche ich unbedingt?

Sprechen Sie mit Ihrem Partner über Ihre und seine Wünsche. Möglicherweise kennt er Ihre Wünsche nicht oder weiß nicht, wie er sie verwirklichen soll.

Und vielleicht ist auch er unzufrieden und bereit, das Feuer der Beziehung neu zu entfachen.


Leserfrage zum Thema gehen oder bleiben

Möchte gehen und kann nicht!
Mein Mann und ich kennen uns schon 20 Jahre. Wir haben mehrmalige Trennungen hinter uns, bevor wir uns entschlossen haben, zusammen zu bleiben und Kinder zu bekommen.

Seit 9 Jahren sind wir verheiratet, haben drei Kinder. Wir sind beide voll berufstätig. Mein Problem ist, dass ich seit längerer Zeit das Gefühl habe, ihn nicht mehr zu lieben. Mein Mann ist mir fremd geworden. Bin froh wenn er nicht da ist. Mag seinen Humor nicht mehr und habe seit Jahren keine Lust mehr auf Intimitäten. Wir haben darüber gesprochen.

Seit einem Jahr nun versuchen wir beide unsere Ehe zu verbessern. Unternehmen gemeinsam mehr, er ist sehr aufmerksam geworden und so weiter. Es könnte so gut sein, ich habe aber immer noch diese innere Abneigung.

Selbst Umarmungen sind mir zuwider. Aus Rücksicht auf unsere Kinder bleibe ich. Ich fühle mich so eingeengt. Ist das noch normal? Besteht da noch Hoffnung für mich, dass ich zurückkommen kann in eine normale Ehe? Wenn meine Kinder nicht wären, dann wäre ich weg. Ich will ihnen aber nicht weh tun. Können Sie mir einen Rat geben?

Ich habe ihr geantwortet:
Für viele Menschen, überwiegend Frauen sind die Kinder ein Grund, in einer Partnerschaft zu bleiben. Sie haben selbst in ihrer Kindheit erlebt, dass ihre Eltern sich getrennt haben, oder wollen ihren Kindern einfach dieses Leid ersparen. Sie quälen sich mit der Frage: Ab wann habe ich das Recht, mich von meinem Partner trennen?

Diese Frage ist sehr schwierig zu beantworten. Letztendlich hat jeder seine eigenen Vorstellungen, was er von einer Partnerschaft erwartet und wann die Partnerschaft für ihn nicht mehr lebenswert ist.

Ein Anzeichen dafür könnte sein, dass Sie und Ihr Partner sich schon mehrmals getrennt haben und Sie sich vergebens bemüht haben, Ihre Liebesgefühle wieder anzukurbeln.

Ein anderer Hinweis ist, dass Sie schon jahrelang keinen sexuellen Kontakt mehr und eine Abneigung gegenüber Berührung haben.

Es gibt aber auch Menschen, die sich entscheiden, als Freunde zusammenzuleben und die gemeinsamen Ziele, z.B. die Kinder großzuziehen, zu verwirklichen.

Bei einem solchen Modell ist es aber wichtig, dass beide Partner das in Ordnung finden und zufrieden damit sind.

Beide müssen bereit sein, Abstriche von der idealen Partnerschaft zu machen, und sich daran freuen, dass z.B. Werte wie Vertrauen, Geborgenheit, Achtung und Zuverlässigkeit verwirklicht sind. Sie erleben eine solche Partnerschaft nicht als Verrat ihrer Ideale sondern als bewusste freiwillige Entscheidung.

Im Augenblick haben Sie sich für die schlechteste Alternative entschieden. Sie bleiben der Kinder wegen in der Partnerschaft und verurteilen sich dafür, zu bleiben.

Wenn Sie bleiben, dann sollten Sie sich nicht unter Druck setzen, Liebe empfinden zu müssen. Lenken Sie Ihren Blick auf die positiven Seiten Ihres Partners und schauen nach, ob es Dinge gibt, die Sie Ihrem Partner immer noch vorwerfen.

Dann sollten Sie daran arbeiten, ihm diese zu verzeihen. Wenn Sie gehen, dann gestehen Sie sich das Recht zu. Ihre Kinder können lernen, die Trennung zu bewältigen.


Wenn Ihr Partner gesprächsbereit ist und mit Ihnen um die Partnerschaft kämpfen will, kann eine Paartherapie hilfreich sein.

Adressen von Psychotherapeuten finden Sie in der Psychotherapeuten Suche. Informationen zum Ablauf einer Psychotherapie

Themen, die Sie auch interessieren könnten
Wie mit der Angst vor Veränderung umgehen?

ratgeber kränkungen

© 2005-2014 Dr. Doris Wolf - Gehen oder bleiben? Entscheidungshilfen für oder gegen eine Trennung
Haftung/Copyright/Impressum/Datenschutz - Kränkungen - Eifersucht - Respekt - Rituale - Routine - Missachtung - Erwartungen - Abwertung - Absprachen - Ablehnung