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Dankbarkeit in der Partnerschaft

Autorin: Dr. Doris Wolf, Psychotherapeutin

Die meisten von uns haben in ihrer Kindheit gelernt, „danke“ zu sagen, wenn sie etwas geschenkt bekommen haben. Und höchstwahrscheinlich haben wir auch unseren Kindern vermittelt „bitte“ und „danke“ zu sagen.

Warum ist es uns so wichtig, dieses Ritual an unsere Kinder weiterzugeben? Warum ist es so wichtig, unserem Partner ab und zu ein Danke zu sagen?

Nun, das Danke vermittelt unserem Partner, dass wir nicht selbstverständlich nehmen, was er tut. Es gibt ihm eine Rückmeldung, dass sein Tun bei uns angekommen ist.

Und unser Danke wird ihn darin bestärken, ein nächstes Mal wieder so zu handeln. Mit dem Danke bekunden wir ihm gegenüber unseren Respekt.

Während wir uns als Kinder wahrscheinlich für jedes Gummibärchen zu bedanken lernten, sind wir versucht, als Erwachsene unseren Dank für die ganz großen Gaben und Wohltaten aufzuheben.

Im Alltag übersehen wir leicht viele Möglichkeiten, uns zu bedanken, oder tun so, als ob uns nur ein begrenztes Reservoir an Danke zur Verfügung stehen würde.

Unsere Blickrichtung gilt dem, was uns fehlt und womit wir unzufrieden sind.

Vielleicht gehören wir aber auch zu den Menschen, die glauben, sich übertrieben für jede kleine Wohltat bedanken zu müssen.

Im Gegenzug dazu sind wir dem Partner gegenüber extrem großzügig und tun alles klaglos für ihn.

Mit diesem Verhaltensmuster machen wir uns klein und tun so, als ob wir es nicht verdient hätten, dass Menschen uns rücksichtsvoll behandeln.

Das Danke wirkt dann wenig glaubhaft und unecht. Wir laufen sogar Gefahr, anderen damit „auf den Wecker zu gehen“.

Dankbarkeit ist eine Frage der Dosis. Weder zuviel, noch zuwenig Dankbarkeit sind gut für unsere Partnerschaft.

Dankbarkeit hat nichts mit Unterwürfigkeit sondern mit Achtung und Beachtung zu tun.

Unsere Devise sollte sein: Wir bemühen uns darum, unseren Partner liebevoll und respektvoll zu behandeln, und wünschen uns dies auch von ihm.

Sein Engagement und Bemühen haben ab und zu unsere bewusste Beachtung und unser Lob verdient.

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Fragen zum Danke sagen - zum Nachdenken und Handeln

Wie häufig bedankst du dich bei deinem Partner für seine Aufmerksamkeit, Rücksichtsnahme oder eine zärtliche Geste?

Was würde passieren, wenn du täglich ganz bewusst nach einem liebevollen Verhalten deines Partners suchen würdest, und dich bei ihm dafür bedanken würdest?

Hast du schon einmal beobachtet, wie gut es dir geht, wenn du bei deinem Partner eine liebevolle Geste entdeckst und ihm dafür Danke sagst?

Auch du gewinnst etwas dabei, denn deine Liebesgefühle werden gestärkt. Du trainierst dich außerdem darin, nach den positiven Dingen Ausschau zu halten.


Dr. Doris Wolf
Dr. Doris Wolf

Vielen Dank, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben. Schon immer hatte ich ein offenes Ohr für die Sorgen anderer. Deshalb war es mein Herzenswunsch, als Psychotherapeutin zu arbeiten.

Was mich besonders motiviert ist der Wunsch, dass Menschen ihre Fähigkeit entdecken, besser mit sich und anderen auszukommen. Das ist auch das Ziel meiner Ratgeber.

Einen Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit finde ich im Nordic Walking, dem Jin Shin Jyutsu und der Kuchenbäckerei.


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